Anastasius I. von Antioachia

Namenstage: Anastasius

Funktion: Heiliger, Patriarch (Bischof) von Antiochia

Gedenktag: 21. April

orthodoxe Ostkirchen: 20. April

Anastasius wurde 559 Patriarch (Bischof) von Antiochia in Syrien (am Orontes; heute Antakya in der Südosttürkei), wo man die Anhänger der neuen Religion einst erstmals als »Christen « bezeichnet hatte und wo deren Führer seit langem hohes Ansehen genossen. In der damaligen Kirchenhierarchie rangierte der Patriarch von Antiochia an vierter Stelle – hinter dem Bischof von Rom (Papst) und den Patriarchen von Konstantinopel (Byzanz), dem heutigen Istanbul, und Alexandria in Ägypten. Anastasius aber zog sich den Zorn des byzantinischen Kaisers Justin II. (565–78) zu, weil er die Lehre der Aphtartodoketen, einer fanatischen Spielart der Irrlehre der Monophysiten über die Person Jesu Christi, bekämpfte. Justin, selbst ein Anhänger des Monophysitismus (Lehre von der einzig göttlichen Existenz Jesu), sorgte dafür, dass Anastasius im Jahre 570 sein Bistum verlor und aus Antiochia verbannt wurde. Erst 593, sechs Jahre vor seinem Tod, wurde Anastasius unter Kaiser Maurikios (582–602) auf Fürsprache von Papst Gregor I. dem Großen (590–604), der ihn wegen seiner Tugendhaftigkeit und Gelehrsamkeit sehr schätzte und in engem Briefkontakt mit ihm stand, wieder in sein Amt eingesetzt.

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010

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Rundumversorgung

Hier ist eines der wenigen Bilder ohne einen direkten biblischen Bezug an der Autobahnkirche. Im besten Fall kann man von einem symbolischen Bezug reden zu einem Zustand, den man am besten mit »Schlaraffenland« umschreiben kann. Man stelle sich vor, wenn Bären in Nordeuropa und -amerika zur Zeit der Lachswanderung an den Wasserfällen sitzen und ohne große Mühe Fische im Überfluss fangen können. Zumindest für eine kurze Zeit ist für reichlich Nahrung gesorgt. Das Angebot ist größer, als im Augenblick gebraucht wird. Ja, das ist eine Definition von Paradies, dass man sich um die tägliche Nahrung nicht kümmern muss. Für die Menschen in biblischen Zeiten eine Vorstellung, die sehr reale Züge hatte. Wie oft wurde die Ernte durch Kriege zerstört, wie oft haben Dürren oder Unwetter die gesamte Ernte vernichtet. Das Versprechen, in ein Land ziehen zu können, in dem Milch und Honig fließen, in dem Grundlebensmittel und Konsumgüter in ausreichender Menge vorhanden sind.
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