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Mach's wie Gott, werde Mensch

An Weihnachten feiern wir eines der größten Geheimnisse das Religionen und besonders das Christentum kennen. Wie kann es sein, dass Gott Mensch wird? Genaugenommen sind beide Gott und Mensch nicht kompatibel, sie gehören verschiedenen Welten und verschiedenen Seinsweisen an. Und doch wird verkündet - und das mit gutem Grund, - dass Gott Mensch werden kann. Das ist nicht nur im Christentum der Fall, sondern auch andere Religionen kennen den Vorgang, dass Götter menschliche Gestalt annehmen und unter den Menschen wandeln. Das ist allerdings mit der christlichen Aussage nicht gemeint, dass Gott Mensch wird. Gott nimmt in Jesus nicht nur menschliche Gestalt an, sondern er wird Mensch mit allen menschlichen Eigenschaften, menschlichem Wesen und menschlicher Lebensart. In Jesus sind beide Eigenschaften da, wie es im Glaubensbekenntnis heißt: »Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesen mit dem Vater, ... hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.« Wie das geschehen ist, können wir nicht verstehen, es ist wohl vorauszusetzen, dass es so ist. Wir können uns Gedanken darüber machen, welche Konsequenzen das für unser Leben hat.

Ewige Weihnacht

Wir feiern jedes Jahr Weihnachten. Mit großer Verlässlichkeit kommt das Fest, ganz gleich, wie weit wir mit unseren Vorbereitungen sind, Weihnachten kommt, sicherer als das Amen in der Kirche. Unsere Kalender sind ja auf Jahre hinaus mit diesem Termin schon belegt. Diese Gewissheit hat etwas Entlastendes und Beruhigendes. Es liegt nicht an uns und an unserem Tun, dass Weihnachten werden kann. Diese Regelmäßigkeit weist auf etwas Besonderes hin. Nicht nur, dass Weihnachten jedes Jahr kommt, sondern auch darauf, dass es kommen muss. Was wäre der Jahresablauf ohne Weihnachten? Zugegeben, es gibt Menschen, die froh sind, wenn der Trubel vorbei ist, die blinkenden Lichter der Weihnachtsbeleuchtung abgebaut, das Geklimpere der Weihnachtsmärkte verklungen und die Überreste des Festes versorgt sind. Ohne Weihnachten würde etwas fehlen, nicht nur ein notwendiges Fest. Wir brauchen die Idee von Weihnachten, den Gedanken dass Gott Mensch wird und das nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern immer wieder, am besten täglich oder gar stündlich, ja in jedem Augenblick.

Wertvolle Erinnerung

Die meisten Menschen im christlichen Kulturkreis verbinden mit Weihnachten schöne Erinnerungen. Das Kind in der Krippe lässt die eigene Kindheit aufleben, man denkt an Spannung und Feierlichkeit, Wärme und Geborgenheit, an eine ganz besondere Zeit, als man selbst noch Kind war. Manchmal ist es auch das Gegenteil davon, wenn diese Wünsche ins Gegenteil umgeschlagen sind und die Vorstellung von Weihnachten eher Angst und Fluchttendenzen auslöst. Wie auch immer, Weihnachten ist wie kein anderes Fest im Jahreskreis so sehr mit Erinnerungen verbunden, die wir immer wieder versuchen einzuholen. Es werden Traditionen gepflegt und beschworen, die gerne hinterfragt werden können, die aber eine wichtige Funktion in unserem Leben haben, weil sie durch die ständige Wiederholung Sicherheit und Geborgenheit bieten. 

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
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Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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