Der Johannes-Turm

 
Im Westen mit Blick auf die untergehende Sonne steht der Johannes-Turm. Es ist der Blick auf das Ende und die Vollendung. Der Betrachter blickt durch das Gitter, das das Gefängnis symbolisiert, in das Johannes geworfen wurde, in die weite sich öffnende Landschaft.
Die Taufe Jesu und der Neubeginn mit dem neuen Adam und der neuen Eva ziehen den Betrachter in den Bann. Als Gegenüber zum Noah-Turm, der Adam und Eva im Zusammenhang mit dem Sündenfall zeigt, wird jetzt die Erlösung und die Ewigkeit thematisiert. Auch die Präsenz Gottes in der Welt wird von Emil Wachter dargestellt mit einem mystischen Symbol für die Dreifaltigkeit. Dazwischen sehen wir weitere Szenen aus dem Leben des Johannes von der Ankündigung seiner Geburt, seiner Verkündigung und seinem Tod.
In Jesus Christus wird die Geschichte vollendet und kommt ans Ziel, doch nicht ohne das Mitwirken und die Entscheidung der Menschen. Vielleicht ist deshalb der Johannes-Turm etwas versteckt und durch das Gebäude der Autobahnkirche verdeckt, dass er nicht so einfach gefunden wird. Es ist schon ein gewisser Aufwand nötig, um das zu entdecken, was Heil und Erlösung schafft.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
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