Mit beruflicher Bildung Zukunft schaffen

13.03.2026 | Fastenkollekte für Misereor am 22. März

Aachen.  Am Sonntag, dem 22. März, wird in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands für Misereor gesammelt – es ist der Höhepunkt der alljährlichen Fastenaktion am 5. Fastensonntag. Das Bischöfliche Hilfswerk ruft zur Unterstützung auf, um die Lebensbedingungen für benachteiligte Menschen weltweit dauerhaft zu verbessern – gemeinsam mit rund 3.000 Projektpartnern in 83 Ländern. In diesem Jahr richtet Misereor den Blick auf beispielhafte Projekte in Kamerun.
 
Die diesjährige Fastenaktion steht unter dem Leitwort „Hier fängt Zukunft an“ und nimmt die Ausbildung junger Menschen in benachteiligten Regionen in den Fokus. Besonders deutlich wird das im Misereor-Partnerland Kamerun: Hier ist der Einstieg ins Berufsleben für viele schwierig, Ausbildungsplätze sind rar und oft zu teuer. „Alarmierend ist das in einem so jungen Land wie Kamerun. Die Mehrheit der Menschen ist unter 35 Jahre alt – sie ist die Zukunft. Lassen Sie uns gemeinsam mit der Kollekte am 5. Fastensonntag ein kraftvolles Zeichen der Solidarität setzen, das jungen Menschen zeigt: Wir stehen an Eurer Seite“, so der Appell von Franz Gulde, Leiter der Bildungsabteilung von Misereor. 

Gestern Schülerin, heute Vorbild

Gemeinsam mit der kamerunischen Partnerorganisation CODAS-Caritas Douala ermöglicht Misereor jungen Menschen eine qualifizierte berufliche Bildung, so zum Beispiel auch Pauline Maïday aus Douala: Nach ihrer Schneiderlehre bei CODAS gibt sie ihr Wissen und ihre Erfahrung an junge Menschen weiter. „Ich möchte anderen Frauen Mut machen. Wenn ich es geschafft habe, können sie es auch schaffen. Ich möchte Zukunft weitergeben“, erzählt Pauline Maïday voller Überzeugung. So wird Bildung zur Initialzündung für eine Entwicklung, die über die nächste Generation hinaus- und in die Gesellschaft hineinwirkt.  

Solidarität in Krisenzeiten

Angesichts einer geopolitischen Lage, die viele Menschen verunsichert, und globaler Herausforderungen wie der Klimakrise stellt die Fastenaktion die Frage nach unser aller Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft. Und nach unserem Zusammenhalt: „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns nicht abschotten, sondern Verantwortung teilen. Ihre Spende ist dabei weit mehr als Geld – sie ist gelebte Solidarität, die Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft schafft“, unterstreicht Hannah Braucks, die als Bildungsreferentin die Fastenaktion mitgestaltet. 
 
  
 
Als Werk für Entwicklungszusammenarbeit der katholischen Kirche kämpft Misereor für Gerechtigkeit und Bildung, gegen Hunger, Krankheit, Ausgrenzung und Menschenrechtsverletzungen sowie deren Ursachen. Gemeinsam mit einheimischen Partnern unterstützen wir Menschen unabhängig von ihrem Glauben, ihrer Kultur und ihrer Hautfarbe. Seit der Gründung von Misereor im Jahr 1958 wurden knapp 118.000 Projekte in Afrika und dem Nahen Osten, in Asien und Ozeanien, in Lateinamerika und der Karibik gefördert.
Misereor ist Mitglied im Bündnis Entwicklung Hilft: www.entwicklung-hilft.de 
 
 
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
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