"Hoffnung säen" für die Menschen im Heiligen Land

25.03.2026 | Palmsonntagskollekte am 29. März 2026

Der aktuelle Krieg im Iran schlägt ein weiteres leidvolles Kapitel in einer Region auf, die ohnehin von Terror und Krieg – insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 – tief gezeichnet ist. Die Folgen sind auch für die Menschen im Heiligen Land unmittelbar zu spüren. Die Hoffnung auf Frieden rückt damit einmal mehr in weite Ferne und weicht der Sorge vor einem Flächenbrand, der die gesamte Region zu erfassen droht. Vor diesem Hintergrund rufen die deutschen Bischöfe im Rahmen der jährlichen Kollekte am Palmsonntag (29. März 2026) zur Unterstützung der Christen im Heiligen Land auf. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Hoffnung säen“. Dazu schreiben die Bischöfe: „Die andauernde Gewalt im Nahen Osten fordert nicht nur zahllose Menschenleben. Sie reißt auch die ohnehin tiefen gesellschaftlichen Gräben immer weiter auf. Die politische Realität scheint die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung erstickt zu haben.“
 
 
„Doch inmitten von Resignation und Polarisierung“, so der Aufruf der Bischöfe weiter, „gibt es Juden, Christen und Muslime, die unbeirrt an der Vision eines friedlichen Miteinanders festhalten.“ Die Palmsonntagskollekte leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Sie fördert Projekte und Initiativen des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande und der Franziskaner im Heiligen Land, die sich insbesondere in der Dialog- und Versöhnungsarbeit engagieren und so die Hoffnung auf Frieden und eine bessere Zukunft stärken. Wie notwendig derartige Initiativen sind, betont auch der diesjährige Aufruf des Vatikans zur Kollekte für die Christen im Heiligen Land. Viele hätten durch Krieg, Gewalt und das Ausbleiben der Pilger alles verloren. Gerade die Christen, die trotz schwierigster Umstände vor Ort blieben, seien inmitten der Dunkelheit Zeugen der Hoffnung.
 
Bischof Dr. Bertram Meier, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, unterstreicht die dramatische Lage, in der sich die Christen in der Region befinden: „Unsere Schwestern und Brüder in dieser Weltgegend brauchen heute mehr denn je unser Gebet und unsere Unterstützung. Setzen wir ein deutliches Zeichen der Solidarität am diesjährigen Palmsonntag! Gerne mache ich mir das Wort von Papst Leo XIV. vom vergangenen Sonntag zu eigen, der sagte, dass dieser Konflikt im Nahen und Mittleren Osten ‚ein Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie und ein Schrei im Angesicht Gottes‘ sei. Vergessen wir unsere Schwestern und Brüder nicht. Wir sind es ihnen schuldig.“
 
Die Kollekte für die Christen im Heiligen Land wird weltweit – allerdings nicht an einem einheitlichen Termin – durchgeführt. In Deutschland findet die Kollekte in allen Gottesdiensten am Palmsonntag statt.
 
 
 
(DBK)
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Perspektiven öffnen

Eine auf den ersten Blick unverständliche Darstellung am Mose-Fries an der Autobahnkirche. Zwischen Mose und seiner Schwester Miriam findet sich eine Konstruktionszeichnung, in der auf der Fläche ein tiefer Raum aufgezogen wird. Möglich wird das durch die Konstruktion eines Fluchtpunktes, die die Malerei zur Zeit der Renaissance revolutioniert hat. Mit einem Fluchtpunkt erreicht man eine Perspektive und die Fläche bekommt räumliche Tiefe. Es ist der Versuch in der zweiten Dimension das darzustellen, was wir als dreidimensional wahrnehmen. Genau genommen ist es eine Sinnestäuschung. Mit der angeblichen Tiefe gewinnen wir eine neue Perspektive. Die vier Flächen um das Rechteck in der Mitte haben eine Funktion. Durch die leeren Trapeze, die Längs- und Querschraffur wird der Blick automatisch auf die Mitte gelenkt und zwar hinter die Mitte, die man nicht sieht, auf die Linien aber zulaufen. Der räumliche Eindruck wird verstärkt. Der Fluchtpunkt wird zum Fokus, an dem sich alles ausrichtet.
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