Ferienfreizeiten 2026

20.08.2026 | Mehr als 12000 Kinder und Jugendliche sind mit kirchlichen Ferienfreizeiten in der Erzdiözese Freiburg unterwegs

Freiburg. Sommerzeit ist Ferienfreizeit-Zeit. Bei teils tropischen äußeren Bedingungen sind in diesen Wochen mehr als 12.000 Kinder und Jugendliche bei kirchlichen Angeboten im Gebiet der Erzdiözese Freiburg akiv. Trotz der Hitze gelingt es nach bisherigen Rückmeldungen aus den Ferienlagern, dass der Spaß und die Erholung im Vordergrund stehen. Das Wetter sei eine Herausforderung, doch die Verantwortlichen achten bereits bei der Programmplanung darauf, sowohl auf hohe Temperaturen als auch auf mögliche Unwetter vorbereitet zu sein. Damit kann sich der Mehrwert des kirchlichen Angebots voll entfalten.
 
Als „Highlight in der Kirchlichen Jugendarbeit“ beschreibt Raphael Würth, Leiter Abteilung Jugendpastoral im Erzbischöflichen Seelsorgeamt, die Ferienfreizeiten. „Sie bieten jungen Menschen Freiräume, in denen sie Gemeinschaft erleben und als Persönlichkeiten wachsen können.“ Exakte Zahlen der betreuten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind schwer zu erfassen, weil die Freizeiten dezentral in den Verbänden und Kirchengemeinden organisiert werden. Doch da Ferienfreizeiten über den Landesjugendplan gefördert werden, kann die Zahl vom Erzbischöflichen Seelsorgeamt in Freiburg mit mindestens 12.000 Kindern und Jugendlichen angegeben werden.
 

Mehr als 1000 geschulte Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter

Für deren Betreuung werden die Ferienfreizeitleitenden vorab geschult. Hinzu kommen noch in der Jugendarbeit neben den Grundkursen auch jährliche Auffrischungsschulungen, die benötigt werden, damit alle Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen eine aktuelle „JuLeiCa“ haben, also eine Jugendleiterkarte („Jugendleiter/inCard“). In den Schulungen geht es um die Gestaltung gemeinsamer Aktivitäten ebenso wie um Prävention und grenzachtenden Umgang, wobei Präventionsschulungen auch separat absolviert werden können. So kümmern sich mehr als tausend geschulte Leiterinnen und Leitern von Ferienfreizeiten um die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Ich finde Jugendfreizeiten wichtig, weil das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt mit keinen anderen Vereinen oder Freizeitaktivitäten vergleichbar sind“, sagt Johanna Heck von den Minis (Ministranten) Rastatt.  Für sie steht fest: „Es ist super wertvoll für die Kinder und auch die Leiter, das so erleben zu können.“ Dies erlebt Fabio von der KJG Bruchsal-Büchenau ähnlich: „Die Jugendlichen können auf einer Ferienfreizeit eine richtig gute Gemeinschaft bilden, die auch nach der Freizeit stabil hält, weil wir das ganze Jahr über auch unseren Jugendtreff machen.“
 
 
Die ehrenamtlichen Leiterinnen und Leiter, die in diesem Jahr mit viel Herzblut und Engagement die Freizeiten gestalten und begleiten, waren früher meist selbst als Teilnehmende dabei, ordnet Abteilungsleiter Würth ein. „Sie haben erlebt, wie gut es jungen Menschen tut, bewusst jenseits der Strukturen aus Schule, Zuhause und Alltag neue Erfahrungen zu sammeln, gemeinsam Herausforderungen zu meistern und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“ Damit dies möglich ist, brauche es Menschen im Hintergrund, die die Ehrenamtlichen in ihrem Engagement unterstützen und es brauche Häuser und Zeltplätze, an denen Ferienfreizeiten möglich sind. „Wir erleben, dass diese wichtige Basis nicht selbstverständlich ist. Deshalb werben wir als Abteilung Jugendpastoral sowohl im kirchlichen Umfeld, als auch im Gespräch mit der Politik dafür, dass die Rahmenbedingungen erhalten bleiben.“

Jugendarbeit und Klimaschutz gemeinsam gedacht

Als Erfolgsgeschichte erweist sich aktuell das Projekt „#KLIMAL – Jugendarbeit und Klimaschutz“. Darüber haben Jugendgruppen die Möglichkeit, eine besondere Förderung zu erhalten. Die Voraussetzung: Sie müssen bei ihren Freizeiten besondere Anstrengungen in Sachen Klimaschutz unternehmen. In diesen Sommerferien haben rund 100 Ferienfreizeiten den „Klima-Euro“ beantragt. Nachhaltige Maßnahmen als Voraussetzung zur Beantragung des Klimaeuros sind beispielsweise eine vegetarisch/vegane Ernährung während des Lagers, um CO2 einzusparen, eine klimafreundliche Anreise mit dem ÖPNV oder dem Rad sowie Workshop-Einheiten im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung, die den Teilnehmenden nachhaltiges Wissen zu Ressourcenschonung, fairer Kleidung oder Klimagerechtigkeit vermittelt. Oft auf sehr spielerische und kreative Weise: von einer Nachhaltigkeits-Olympiade mit verschiedenen Stationen zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsaspekten, über ein Bingo zu fairer Kleidung bis hin zu gemeinsamen Upcycling-Workshops und dem Herstellen von Insektenhotels – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
 
Lisa Saruj Oehler, KLIMAL-Projektreferentin des Bundes der Deutschen Jugend beim Diözesanverband Freiburg, ist begeistert, wie niedrigschwellig das Klimaschutz-Engagement von jungen Menschen so gefördert werden kann. „Durch die Bildungsimpulse und Zuschüsse von KLIMAL stelle ich fest, dass Nachhaltigkeit von Anfang an bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen mitgedacht und an die Teilnehmenden weitergegeben wird. Das inspiriert nachhaltige Veränderung und fördert die Handlungsfähigkeit in Zeiten der Klimakrise.“
 
 
Während der erste große Schwung an Ferienfreizeiten bereits gut über die Bühne gegangen ist, folgen in den letzten beiden Ferienwochen noch einige weitere Angebote. Die Vorbereitungen dafür laufen aktuell auf Hochtouren. Für die meisten haben bereits Anmeldeverfahren, Vortreffen und Abstimmungsprozesse stattgefunden.
 
(mf)
 
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der neue Mensch

Am Johannes-Turm der Autobahnkirche wiederholt sich ein Motiv, das wir vom Noah-Turm schon kennen: Eva und Adam stehen unschuldig im Paradies, allerdings auch wieder unter einem Baum. Es ist die Illusion vom neuen Menschen, vom Neuanfang, die Emil Wachter hier beschwört. Doch die beiden Darstellungen unterscheiden sich kaum. Ob dieser Neuanfang möglich ist, bleibt abzuwarten, ganz realistisch ist er nicht, dazu ähneln sich die beiden Szenen zu sehr. Ist es möglich, dass der paradiesische Mensch entstehen kann, zurück in die Unschuld des Anfangs? Ist dieses Ideal nicht ein Selbstbetrug? Neuanfänge sind nötig, wir brauchen eine Korrektur dessen, was wir bisher getan haben. Korrektur heißt aber, dass man nicht bei Null anfängt, sondern all das, was bisher war, integriert wird. Der neue Mensch, wenn man überhaupt davon reden kann, trägt die Spuren des alten in und an sich. Der alte Mensch verschwindet nicht, er bildet das Material, für den neuen, Wir werden uns selbst nicht los. Wenn es dann im neuen Paradies auch noch Bäume gibt, dann bleibt ebenso die Versuchung bestehen, die werden wir nicht los. Im Gegenteil, es besteht so die Gefahr, dass alles von vorne anfängt, ein ewiger Kreislauf von Neuschöpfung und Schuldig-werden. Dann bleibt letzten Endes alles beim Alten, Fortschritt findet nicht wirklich statt. 
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 20.10.2026
Kontemplation
Di. 27.10.2026
Kontemplation
Di. 03.11.2026
Kontemplation
Di. 10.11.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.