Reliquien der hl. Bernadette Soubirous im Erzbistum Freiburg

12.10.2026 | Vom 19. Oktober bis zum 3. November 2026

Die Erzdiözese Freiburg steht in einer besonderen Verbindung zum Marienwallfahrtsort Lourdes. Jährlich organisiert das Pilgerbüro der Erzdiözese drei Wallfahrten dorthin: Rund um den Erscheinungstag im Februar, dann in der Woche nach Pfingsten und schließlich Anfang September. Diese Wallfahrten erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und führen dazu, dass viele Gläubige in der Erzdiözese eine besondere Verbindung zu Lourdes haben.
 
Vom 19. Oktober bis zum 3. November wird es nun umgekehrt sein: Ein Reliquiar der hl. Bernadettte Soubirous kommt in die Erzdiözese Freiburg. Dieses Reliquiar ist beständig auf Reisen und ermöglicht es Gläubigen weltweit, bei sich zuhause in besonderer Weise mit Lourdes in Verbindung zu treten.
 
 
Vom 11. Februar bis 16. Juli 1858 erlebte das damals 14 Jahre alte Mädchen Bernadette Soubirous an der Grotte Massabielle insgesamt 18 Marienerscheinungen. Schon nach kurzer Zeit entwickelte sich das kleine französische Dörfchen am Rande der Pyrenäen zu einem der bekanntesten und meistbesuchtesten Marienwallfahrtsorte der Welt.
 
Viele Menschen bringen Lourdes mit den Wundern in Verbindung, die dort geschehen sind und auch in gewisser Zahl offiziell bestätigt wurden. Sie sind Zeichen der großen Hoffnung, mit der Menschen nach Lourdes reisen: Durch das Gebet und die Feier des Gottesdienstes an der Erscheinungsgrotte und in den umliegenden Kirchen, aber auch durch die Bäder im Wasser aus der Quelle von Massabielle schöpfen Menschen neue Kraft für ihren Lebens- und Glaubensweg.
 
Eindrücklich sind die täglichen Prozessionen: Nachmittags die eucharistische Prozession durch den Wallfahrtsbezirk in die große, unterirdische Basilika, abends die Lichterprozession vor der Rosenkranzbasilika. Dazu die internationalen Gottesdienste sonntags und mittwochs: Weltkirche wird in Lourdes nicht nur erfahren, sondern auch selbstverständlich gelebt. Bestimmt ein Grund dafür, dass Gläubige gestärkt und getröstet von ihrer Wallfahrt nach Lourdes zurückkehren und sich mit einem anderen Blick ihrem Alltag zuwenden können.
Ab dem 19. Oktober wird nun das Reliquiar der hl. Bernadette in der Erzdiözese unterwegs sein und an folgenden Orten Halt machen:
  • 20. Oktober: Freiburg, Münster ULF
  • 21.-22. Oktober: Offenburg, Pfarrkirche Hl. Kreuz
  • 22.-23. Oktober: Kirchhofen, Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt
  • 23.-24. Oktober: Kloster St. Trudpert, Münstertal
  • 24.-26. Oktober: „Todtmoos, Wallfahrtskirche ULF
  • 27.-28. Oktober: Waldshut-Tiengen, Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
  • 28. Oktober: Kloster Marienburg Ofteringen
  • 29.-30. Oktober: Birnau, Wallfahrtskirche
  • 30.-31. Oktober: Schenkenberg, Wallfahrtskapelle
  • 01.-02. November: Beuron, Klosterkirche
An allen genannten Orten wird es ein entsprechendes Programm mit Gottesdiensten und Gebetszeiten geben, über das auf den Homepages der einzelnen Orte informiert wird.
 
Nähre Informationen zur Reise des Schreins durch Deutschland finden sich hier: 
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Der neue Mensch

Am Johannes-Turm der Autobahnkirche wiederholt sich ein Motiv, das wir vom Noah-Turm schon kennen: Eva und Adam stehen unschuldig im Paradies, allerdings auch wieder unter einem Baum. Es ist die Illusion vom neuen Menschen, vom Neuanfang, die Emil Wachter hier beschwört. Doch die beiden Darstellungen unterscheiden sich kaum. Ob dieser Neuanfang möglich ist, bleibt abzuwarten, ganz realistisch ist er nicht, dazu ähneln sich die beiden Szenen zu sehr. Ist es möglich, dass der paradiesische Mensch entstehen kann, zurück in die Unschuld des Anfangs? Ist dieses Ideal nicht ein Selbstbetrug? Neuanfänge sind nötig, wir brauchen eine Korrektur dessen, was wir bisher getan haben. Korrektur heißt aber, dass man nicht bei Null anfängt, sondern all das, was bisher war, integriert wird. Der neue Mensch, wenn man überhaupt davon reden kann, trägt die Spuren des alten in und an sich. Der alte Mensch verschwindet nicht, er bildet das Material, für den neuen, Wir werden uns selbst nicht los. Wenn es dann im neuen Paradies auch noch Bäume gibt, dann bleibt ebenso die Versuchung bestehen, die werden wir nicht los. Im Gegenteil, es besteht so die Gefahr, dass alles von vorne anfängt, ein ewiger Kreislauf von Neuschöpfung und Schuldig-werden. Dann bleibt letzten Endes alles beim Alten, Fortschritt findet nicht wirklich statt. 
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