Impulse, um das Labyrinth als Paar zu gehen
Impulse, um das Labyrinth als Paar zu gehen
Was ist, wenn man das Labyrinth zu zweit geht und dabei immer aufeinander bezogen ist? Einander zu begegnen und zu begleiten, einander zu stören und zu ermutigen, einander zu behindern oder zu fördern, all das erleben wir im Labyrinth, wenn wir es als Paar gehen.
Das Verbindende ist das EINANDER, das uns auf jedem Schritt begleitet. Es ist die Herausforderung, der wir uns im Labyrinth stellen können. Und damit auch eine spirituelle Übung, bei der wir nicht nur auf uns selbst schauen, sondern auch auf den anderen oder die andere.
Mit-einander
Wir gehen miteinander einen Weg, so gehen wir beide den gleichen Weg, mit allen Kehren und Wendungen, mit allen Höhen und Tiefen. Miteinander heißt: Wir halten engen Kontakt mit dem/der anderen.
Starten Sie nebeneinander, halten Sie sich an der Hand. Auch wenn der Weg eigentlich zu schmal für zwei ist, nehmen Sie ihn als Richtungsanzeiger und durchschreiten Sie die Wegstrecke bis zur Mitte nebeneinander.
Halten Sie in der Mitte inne und tauschen Sie sich aus, wie es Ihnen gegangen ist: bei den Kehren, in denen Sie innen liefen, bei den Kehren außen, im Kontakt mit der/dem anderen auf dem Weg. Dann gehen Sie den Weg wieder miteinander zurück.
Halten Sie in der Mitte inne und tauschen Sie sich aus, wie es Ihnen gegangen ist: bei den Kehren, in denen Sie innen liefen, bei den Kehren außen, im Kontakt mit der/dem anderen auf dem Weg. Dann gehen Sie den Weg wieder miteinander zurück.
Hinter-einander
Wir gehen hintereinander den Weg, ich habe dich im Blick, mal übernehme ich die Führung, mal folge ich. Hintereinander heißt nicht ohne Kontakt sondern: Ich habe dich im Blick, wir wechseln uns ab.
Der Weg im Labyrinth ist schmal, so gehen wir eher hintereinander. Eine/r geht voraus der/die andere folgt. Wer vorausgeht läuft Gefahr den anderen abzuhängen. Ich muss immer den Vordermann oder die Vorderfrau im Blick haben, um den Anschluss nicht zu verpassen. Wie gelingt es mir, dich im Blick zu behalten?
Es ist gar nicht so einfach, das Tempo anzupassen. Vielleicht können oder müssen wir uns in der Führungsarbeit abwechseln; die Mitte bietet sich für einen solchen Wechsel an.
Zu-einander
Im Labyrinth begegnet man sich immer wieder, man ist sich nah, auch wenn der Weg zueinander noch ganz lang ist. Das ist das Schöne. Auch wenn der Weg noch einiges für einen bereitet, man bekommt einen Vorgeschmack darauf, wie es sein kann, wenn man am Ziel, beim anderen, bei der anderen angekommen ist.
Starten Sie etwas zeitversetzt und lassen Sie die Dynamik des Weges auf sich wirken. Mal sind Sie auf einem Wegabschnitt allein, ein anders Mal läuft die/der andere auf Sie zu. Spüren Sie nach, was das jeweils in Ihnen auslöst.
Auf-einander
Wenn wir gleichzeitig außen und innen beginnen, kommt zwangsläufig der Punkt, an dem wir aufeinander zu laufen. Was passiert an dieser Stelle? Werden wir zusammenstoßen? Oder einigen wir uns, dass wir vorbeikommen?
Wenn wir gleichzeitig außen und innen beginnen, kommt zwangsläufig der Punkt, an dem wir aufeinander zu laufen. Was passiert an dieser Stelle? Werden wir zusammenstoßen? Oder einigen wir uns, dass wir vorbeikommen?
Starten Sie an unterschiedlichen Punkten, außen und in der Mitte. Gehen Sie in Ihrem Rhythmus den Weg entlang, in Erwartung, die/den anderen zu treffen. Machen Sie sich vorab keinen Plan, wie Sie reagieren werden, lassen Sie die Begegnung auf sich wirken.
Bei-einander
Wenn alle in der Mitte angekommen sind, sind alle am Ziel. Wir stehen beieinander, Hand in Hand oder gegenüber, Seite an Seite oder Rücken an Rücken. Das Gehen hat sich für den Moment erledigt. Wir können ausruhen und neu Kraft schöpfen. Denn auch das Beieinander dauert nicht ewig. Man ist erst das Labyrinth gegangen, wenn man es auch wieder verlassen hat.
Nehmen Sie in der Mitte mit ganzer Aufmerksamkeit sich und die/den anderen wahr. Vielleicht gehen Sie in Berührung. Und vergegenwärtigen Sie sich: mit dir bin ich unterwegs, mit dir komme ich zur Mitte, mit dir gehe ich weiter.
Für-einander
Wenn einem selbst die Kräfte ausgehen, dann kann man auch füreinander durch das Labyrinth gehen. Als Paar kann man sich abwechseln und für den anderen oder die andere gehen. Das setzt ein-GEHEN aus Liebe und in der Liebe voraus. Aber so geht man der Liebe wegen auch mal füreinander.
Setzen sie sich an den Rand des Labyrinths und bitten Ihre Partnerin/Ihrem Partner den Weg für Sie zu gehen. Nehmen Sie wahr, was Sie in Ihrem Alltag, in Ihrem Leben erschöpft und anstrengt. Und genießen Sie den Anblick, dass jemand den Weg für Sie geht.
Durch-einander
Oft hat eine/r eine Idee und begeistert oder überzeugt den Partner/die Partnerin dafür. Vielleicht ist das auch für das Gehen in diesem Labyrinth der Fall. Wie bereichernd, dass wir Impulse durch einander bekommen, die uns bereichern.
Gehen Sie den Weg im inneren Blick darauf, in welchen Situationen Sie von Ihrer Partnerin/Ihrem Partner begeistert, eingeladen, mitgenommen wurden. Halten Sie in der Mitte inne, um sich zu überlegen, wo sie/er Sie herausfordert, Ihre Grenzen erweitert. Und gehen Sie den Weg zurück in Dankbarkeit dafür.









