Die blutige Hand

Jesus bekommt von Satan ein vergiftetes Angebot. Er soll ihn anbeten, damit er die Weltherrschaft bekommt. Was auf den ersten Blick als einfache Lösung für alle Probleme der Welt aussieht, denn Jesus könnte jetzt alles nach seinen Vorstellungen gestalten, hat eine Schattenseite. Ganz gleich, wie er es drehen oder wenden würde, er würde seine Hände schmutzig machen, noch kein Reich, und sei es aus ganz hehren Zielen heraus gebildet, hat es geschafft, dass Menschen nicht darunter leiden müssen. Alle Herrschenden hatten Blut an ihren Händen kleben, je mehr Macht, umso mehr Blut. Das ist der Preis, der bezahlt werden muss. Das Angebot von Satan lässt sich auf folgenden Satz reduzieren: Wenn Du diese große Macht innehast, dann klebt Blut an deinen Händen!

Jesus bekommt von Satan ein vergiftetes Angebot. Er soll ihn anbeten, damit er die Weltherrschaft bekommt. Was auf den ersten Blick als einfache Lösung für alle Probleme der Welt aussieht, denn Jesus könnte jetzt alles nach seinen Vorstellungen gestalten, hat eine Schattenseite. Ganz gleich, wie er es drehen oder wenden würde, er würde seine Hände schmutzig machen, noch kein Reich, und sei es aus ganz hehren Zielen heraus gebildet, hat es geschafft, dass Menschen nicht darunter leiden müssen. Alle Herrschenden hatten Blut an ihren Händen kleben, je mehr Macht, umso mehr Blut. Das ist der Preis, der bezahlt werden muss. Das Angebot von Satan lässt sich auf folgenden Satz reduzieren: Wenn Du diese große Macht innehast, dann klebt Blut an deinen Händen!
Wir wissen dass Macht immer eine große Verpflichtung beinhaltet. Ein einzelner Mensch kann das gar nicht alleine tragen. Es ist gut, wenn Macht eingehegt wird, dass andere das eigene Machtstreben kontrollieren und absoluten Ansprüchen Grenzen setzen. Geteilte Macht ist immer bessere Macht. Es bleibt auch die Frage, ob Macht immer gleich ist. Es macht einen Unterschied, ob das Kriterium Wohlstand ist, Freiheit oder Herrschaft, immer geht es darum, dass der eigene Egoismus in seine Schranken verwiesen wird. Das Geschenk des Teufels hat eine so große Verantwortung und Verpflichtung in sich, dass ein normal denkender Mensch davor zurückschrecken und das Ansinnen sofort abweisen würde. Am Ende steht für jeden Menschen, der Anteil an irgendeiner Macht bekommen soll oder will, selbst entscheidet, ob er oder sie diese Verantwortung tragen kann. Dabei stehen Fragen im Raum, die sich jede und jeder stellen muss: 
Bin ich bereit, mir im Zweifelsfall auch die Hände schmutzig zu machen, wenn ich zwischen Leben und Tod entscheiden muss? Wie gehe ich damit um, wenn durch meine Entscheidungen und mein Handeln Menschen zu Schaden kommen? Bin ich bereit, mich und mein Machtstreben durch andere kontrollieren und eingrenzen zu lassen? Wo habe ich für mich einen Halt, der mir Kraft und Stärke gibt, damit ich mit widrigen Umständen gut umgehe? Bei welchen Menschen finde ich Unterstützung und Hilfe? Blutige Hände sind also kein unabwendbares Schicksal, es obliegt jedem einzelnen sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Der Teufel hat sicher nicht das letzte Wort!
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Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
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