Der Eckstein

Ein Stein, der einen Menschen erschlägt oder zumindest niederdrückt. Eines der eher gewalttätigen Bilder, die wir bei der Autobahnkirche finden. Dargestellt ist der Eckstein, der die Mächtigen zu Fall bringt. Dieses Bild ist Ausdruck der Hoffnung, die Herrschafts- und Besitzverhältnisse, die wir vorfinden, nicht für alle Zeiten festgeschrieben zu wissen. Hiermit wird die Sehnsucht ausgedrückt, dass Gott eingreifen möge, denn so, wie es in der Welt aussieht, kann es nicht weitergehen.

Die Dynamik zieht den Betrachter in den Bann. Der »geschliffene« Eckstein, der Stein mit Ecken und Kanten fällt mit der Spitze nach unten auf den Menschen. Dieser versucht zwar, seinem Unheil zu entkommen, aber er ist schon in der Position, dass er sich nur mehr kriechend entfernen könnte, was jetzt nicht mehr reicht. Auch der Schrei nach Hilfe verhallt ungehört und seine ausgestreckte Hand wird auch nicht ergriffen. Es ist keine Rettung da. Eingerahmt ist die Szene von einem Strahlenkranz.

Mich beschleicht ein ungutes Gefühl, denn ich frage mich: »Wem gilt dieses Urteil? Wer wird von dem Eckstein zermalmt?« Wenn ich mich danach sehne, dass Gott in das Weltgeschehen eingreifen möge, dann möchte ich nicht derjenige sein, über den das Urteil gefällt wird, sondern ich möchte auf der anderen Seite, der sicheren Seite stehen. So ist diese Szene für mich eine Erinnerung und Mahnung, der Gerechtigkeit Gottes Raum zu geben, auch wenn ich sie nicht begreifen und noch viel weniger verstehen kann. Mir bleibt die Hoffnung, dass dann alle gerettet werden und der vernichtende Stein niemanden treffen möge.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.