Der Eckstein

Ein Stein, der einen Menschen erschlägt oder zumindest niederdrückt. Eines der eher gewalttätigen Bilder, die wir bei der Autobahnkirche finden. Dargestellt ist der Eckstein, der die Mächtigen zu Fall bringt. Dieses Bild ist Ausdruck der Hoffnung, die Herrschafts- und Besitzverhältnisse, die wir vorfinden, nicht für alle Zeiten festgeschrieben zu wissen. Hiermit wird die Sehnsucht ausgedrückt, dass Gott eingreifen möge, denn so, wie es in der Welt aussieht, kann es nicht weitergehen.

Die Dynamik zieht den Betrachter in den Bann. Der »geschliffene« Eckstein, der Stein mit Ecken und Kanten fällt mit der Spitze nach unten auf den Menschen. Dieser versucht zwar, seinem Unheil zu entkommen, aber er ist schon in der Position, dass er sich nur mehr kriechend entfernen könnte, was jetzt nicht mehr reicht. Auch der Schrei nach Hilfe verhallt ungehört und seine ausgestreckte Hand wird auch nicht ergriffen. Es ist keine Rettung da. Eingerahmt ist die Szene von einem Strahlenkranz.

Mich beschleicht ein ungutes Gefühl, denn ich frage mich: »Wem gilt dieses Urteil? Wer wird von dem Eckstein zermalmt?« Wenn ich mich danach sehne, dass Gott in das Weltgeschehen eingreifen möge, dann möchte ich nicht derjenige sein, über den das Urteil gefällt wird, sondern ich möchte auf der anderen Seite, der sicheren Seite stehen. So ist diese Szene für mich eine Erinnerung und Mahnung, der Gerechtigkeit Gottes Raum zu geben, auch wenn ich sie nicht begreifen und noch viel weniger verstehen kann. Mir bleibt die Hoffnung, dass dann alle gerettet werden und der vernichtende Stein niemanden treffen möge.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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