Zahlreich wie die Sterne am Himmel

Eine der größten Verheißungen, die wir im ersten Testament lesen, ist die, die Abraham bekommt. »Gott führte Abraham hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.« (Gen 15,5) Allein schon der Blick zu den Sternen am Himmel in einer klaren Nacht zeigt, dass es sich hier um eine unermessliche Anzahl handelt. Wenn wir diese Szene darstellen, wie es hier Emil Wachter getan hat, bleibt die Anzahl der Sterne begrenzt, wir können sie noch zählen. Die Unzählbarkeit ist ja gar nicht darstellbar und nicht fassbar. Der Blick zum Himmel offenbart eine noch größere Anzahl. Unsere modernen Beobachtungsmöglichkeiten steigern die Zahl  und sprengen unsere Vorstellungen und sie bleiben doch begrenzt.

Die Verheißung Gottes geht darüber hinaus. Du sollst so zahlreich werden wie die Sterne am Himmel. Es ist eine Zusage von Ewigkeit, von Dauer und Unendlichkeit, die Abraham hier gegeben wird. Das, was du begonnen hast, wird nicht nur nicht enden, sondern es wird sich vermehren und immer weiter wachsen.
Der Blick zum Himmel lässt uns an dieser Verheißung teilhaben. Wir fühlen uns durch die gigantischen kosmischen Maßstäbe klein und unbedeutend. Aber wir erleben uns auch als einzigartigen Teil eines großen Ganzen. Das ist die Verheißung, die jedem von uns gilt.
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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