Christusträger

Der heilige Christophorus ist der Patron der Autobahnkirche und Schutzpatron für Reisende und Pilger. Schutzpatron für alle, die unterwegs sind. Er ist eine Heiligengestalt, die Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Der Legende nach wollte der Riese Reprobus dem mächtigsten Herrn der Welt dienen. Er stand zuerst in den Diensten eines mächtigen Königs, dann in denen des Teufels. Weil er aber vermutete, dass Christus mächtiger als alle Herrscher der Welt und mächtiger als der Teufel sei, wartete er auf Christus an einer Furt und trug Reisende über den Fluss.
Eines Tages trug er ein Kind durch die Fluten. Das Kind wurde immer schwerer und nur mit Not erreichte er das rettende Ufer. Es schien ihm, als hätte er die Last der ganzen Welt getragen. Christus in Gestalt des Kindes offenbarte sich ihm als derjenige, der alle Last der Welt trägt. Reprobus hatte den mächtigsten Herrn der Welt gefunden und getragen. Er wird zu Christophorus, zum Christus-Träger. Das bedeutet sein Name vom Griechischen ins Deutsche übersetzt.
In der Darstellung am Noah-Turm bei der Autobahnkirche trägt Christophorus das Kind auf seinen Schultern wie ein Vater sein Kind trägt. Das ist bezeichnend. Es ist doch so, dass Eltern mit ihren Kindern die ganze Last der Welt und des Lebens tragen. Und sie tragen es gerne. Sie geben Kindern Schutz und Halt auch dann, wenn das Wasser bis zum Hals steht. Ist Christophorus so nicht auch der Patron aller Eltern, die ihre Kinder ins Leben und - zumindest in den ersten Jahren wörtlich verstanden - durch das Leben tragen? Ein Schutzpatron, der auch dann Kraft gibt, wenn diese schwindet.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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