Christusträger

Der heilige Christophorus ist der Patron der Autobahnkirche und Schutzpatron für Reisende und Pilger. Schutzpatron für alle, die unterwegs sind. Er ist eine Heiligengestalt, die Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Der Legende nach wollte der Riese Reprobus dem mächtigsten Herrn der Welt dienen. Er stand zuerst in den Diensten eines mächtigen Königs, dann in denen des Teufels. Weil er aber vermutete, dass Christus mächtiger als alle Herrscher der Welt und mächtiger als der Teufel sei, wartete er auf Christus an einer Furt und trug Reisende über den Fluss.
Eines Tages trug er ein Kind durch die Fluten. Das Kind wurde immer schwerer und nur mit Not erreichte er das rettende Ufer. Es schien ihm, als hätte er die Last der ganzen Welt getragen. Christus in Gestalt des Kindes offenbarte sich ihm als derjenige, der alle Last der Welt trägt. Reprobus hatte den mächtigsten Herrn der Welt gefunden und getragen. Er wird zu Christophorus, zum Christus-Träger. Das bedeutet sein Name vom Griechischen ins Deutsche übersetzt.
In der Darstellung am Noah-Turm bei der Autobahnkirche trägt Christophorus das Kind auf seinen Schultern wie ein Vater sein Kind trägt. Das ist bezeichnend. Es ist doch so, dass Eltern mit ihren Kindern die ganze Last der Welt und des Lebens tragen. Und sie tragen es gerne. Sie geben Kindern Schutz und Halt auch dann, wenn das Wasser bis zum Hals steht. Ist Christophorus so nicht auch der Patron aller Eltern, die ihre Kinder ins Leben und - zumindest in den ersten Jahren wörtlich verstanden - durch das Leben tragen? Ein Schutzpatron, der auch dann Kraft gibt, wenn diese schwindet.
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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