Der gute Hirte

Es ist wohl eines der schönsten Bilder, mit denen wir Gott beschreiben können. Es ist an der Autobahnkirche auf der größeren der beiden Glocken abgebildet. Gott ist wie ein Hirte, der sich um die Schafe sorgt. Auch wenn es sich beim Hirten um ein eher männlich geprägtes Bild handelt, sind doch Eigenschaften von Männern und Frauen in diesem Bild vereinigt. Ein Hirte kümmert sich um die Schafe, eine Hirtin sucht nach den besten Weideplätzen, ein Hirte beschützt die Herde und führt sie durch Gefahren hindurch, eine Hirtin schaut nach dem Nachwuchs. Das Bild eines Hirten oder einer Hirtin ist eines, das Schutz und Geborgenheit ausstrahlt.
Der Hirte taucht im Psalm 23 auf. Gott wird als Hirte beschrieben, der für die Seinen sorgt. Jesus selbst bezeichnet sich als der gute Hirte, auf den seine Schafe fixiert sind und der sie nicht im Stich lässt. Und er redet von Gott als demjenigen, der auch ein verlorenes Schaf sucht und sich freut, wenn er es wiedergefunden hat. Dies könnte das Motiv sein, das auf der großen Glocke abgebildet ist. Der Hirte nimmt das wiedergefundene Schaf liebevoll auf seine Arme und schaut es freudig an.

Was bedeutet es, wenn der gute Hirte auf der Glocke abgebildet ist? Glocken sind zunächst dazu da, Menschen aufmerksam zu machen und aus ihrem Alltag »aufzuschrecken«. Die Glocken fordern zum Gebet auf und rufen zum Gottesdienst. Ihre wichtigste Aufgabe ist es aber, die Botschaft von Gott weithin hörbar zu machen. Das Bild von Gott als Hirten, der es gut meint mit seinen Schafen, ist gleichsam der Grundakkord für diese Botschaft, die hinausgetragen wird. Das ist der Klang dieser Glocke.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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