Der gute Hirte

Es ist wohl eines der schönsten Bilder, mit denen wir Gott beschreiben können. Es ist an der Autobahnkirche auf der größeren der beiden Glocken abgebildet. Gott ist wie ein Hirte, der sich um die Schafe sorgt. Auch wenn es sich beim Hirten um ein eher männlich geprägtes Bild handelt, sind doch Eigenschaften von Männern und Frauen in diesem Bild vereinigt. Ein Hirte kümmert sich um die Schafe, eine Hirtin sucht nach den besten Weideplätzen, ein Hirte beschützt die Herde und führt sie durch Gefahren hindurch, eine Hirtin schaut nach dem Nachwuchs. Das Bild eines Hirten oder einer Hirtin ist eines, das Schutz und Geborgenheit ausstrahlt.
Der Hirte taucht im Psalm 23 auf. Gott wird als Hirte beschrieben, der für die Seinen sorgt. Jesus selbst bezeichnet sich als der gute Hirte, auf den seine Schafe fixiert sind und der sie nicht im Stich lässt. Und er redet von Gott als demjenigen, der auch ein verlorenes Schaf sucht und sich freut, wenn er es wiedergefunden hat. Dies könnte das Motiv sein, das auf der großen Glocke abgebildet ist. Der Hirte nimmt das wiedergefundene Schaf liebevoll auf seine Arme und schaut es freudig an.

Was bedeutet es, wenn der gute Hirte auf der Glocke abgebildet ist? Glocken sind zunächst dazu da, Menschen aufmerksam zu machen und aus ihrem Alltag »aufzuschrecken«. Die Glocken fordern zum Gebet auf und rufen zum Gottesdienst. Ihre wichtigste Aufgabe ist es aber, die Botschaft von Gott weithin hörbar zu machen. Das Bild von Gott als Hirten, der es gut meint mit seinen Schafen, ist gleichsam der Grundakkord für diese Botschaft, die hinausgetragen wird. Das ist der Klang dieser Glocke.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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