Dreifaltigkeit

Es gibt viele Darstellungen und Bilder, mit denen wir zu beschreiben versuchen, wie wir Gott erfahren. Alle diese Bilder und Beschreibungen geben lediglich einen kleinen Ausschnitt unseres Erlebens wider, aber auf keinen Fall das Ganze. Ja, wir können das, was Gott ist, gar nicht beschreiben, geschweige denn erklären. Vielleicht wäre es besser, darüber zu schweigen oder nur das zu sagen, was Gott nicht ist.

Trotzdem müssen wir darüber reden, wie wir Gott erfahren. Wir brauchen Bilder, um uns dem Geheimnis Gottes anzunähern. Am Johannesturm finden wir eine abstrakte Darstellung der göttlichen Dreifaltigkeit. Allein dieser Begriff »Dreifaltigkeit« ist ein Konstrukt, über dessen Inhalt man ein Leben lang nachdenken kann.
Im Dreieck sehen wir drei Kugeln, von denen bei zwei nur der Abdruck zu sehen ist. Eine Kugel ist als solche sichtbar. Jede der Kugeln steht für eine der göttlichen Personen. Aber für wen steht die eine Kugel? Steht sie für den Schöpfergott, der sich in der Schöpfung im wahrsten Sinne des Wortes ausdrückt? Steht sie für den Sohn, der die menschliche Natur angenommen und sich so von den anderen beiden unterscheidet? Oder nimmt sie Bezug auf die Heilige Geistkraft, die in der Welt und in den Herzen der Menschen wirkt. Sie könnte aber auch Ausdruck des zeitlichen Wirken des Göttlichen in der Gegenwart sein, flankiert von der Vergangenheit und Zukunft, die vorbei bzw. noch leer sind. Und sind die beiden anderen göttlichen Personen bereits verschwunden, so dass nur noch deren Abdruck wahrzunehmen ist?

Schon so viele Deutungsmöglichkeiten, die diese einfache, symbolische Darstellung eröffnet. Und dabei haben wir noch gar nicht nach der Absicht des Künstlers gefragt. Sehen wir es als Einladung, einmal mehr über Gott, über Göttlichkeit, über Wesen und Erscheinungsweisen oder vielleicht besser Erfahrungsweisen des Göttlichen nachzudenken, zu reden und, wenn wir nicht mehr weiterwissen, zu schweigen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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