Dreifaltigkeit

Es gibt viele Darstellungen und Bilder, mit denen wir zu beschreiben versuchen, wie wir Gott erfahren. Alle diese Bilder und Beschreibungen geben lediglich einen kleinen Ausschnitt unseres Erlebens wider, aber auf keinen Fall das Ganze. Ja, wir können das, was Gott ist, gar nicht beschreiben, geschweige denn erklären. Vielleicht wäre es besser, darüber zu schweigen oder nur das zu sagen, was Gott nicht ist.

Trotzdem müssen wir darüber reden, wie wir Gott erfahren. Wir brauchen Bilder, um uns dem Geheimnis Gottes anzunähern. Am Johannesturm finden wir eine abstrakte Darstellung der göttlichen Dreifaltigkeit. Allein dieser Begriff »Dreifaltigkeit« ist ein Konstrukt, über dessen Inhalt man ein Leben lang nachdenken kann.
Im Dreieck sehen wir drei Kugeln, von denen bei zwei nur der Abdruck zu sehen ist. Eine Kugel ist als solche sichtbar. Jede der Kugeln steht für eine der göttlichen Personen. Aber für wen steht die eine Kugel? Steht sie für den Schöpfergott, der sich in der Schöpfung im wahrsten Sinne des Wortes ausdrückt? Steht sie für den Sohn, der die menschliche Natur angenommen und sich so von den anderen beiden unterscheidet? Oder nimmt sie Bezug auf die Heilige Geistkraft, die in der Welt und in den Herzen der Menschen wirkt. Sie könnte aber auch Ausdruck des zeitlichen Wirken des Göttlichen in der Gegenwart sein, flankiert von der Vergangenheit und Zukunft, die vorbei bzw. noch leer sind. Und sind die beiden anderen göttlichen Personen bereits verschwunden, so dass nur noch deren Abdruck wahrzunehmen ist?

Schon so viele Deutungsmöglichkeiten, die diese einfache, symbolische Darstellung eröffnet. Und dabei haben wir noch gar nicht nach der Absicht des Künstlers gefragt. Sehen wir es als Einladung, einmal mehr über Gott, über Göttlichkeit, über Wesen und Erscheinungsweisen oder vielleicht besser Erfahrungsweisen des Göttlichen nachzudenken, zu reden und, wenn wir nicht mehr weiterwissen, zu schweigen.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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