Müder Botschafter

Jeder darf mal müde sein und wir brauchen Zeit, in der wir ausruhen können und ausruhen müssen. Das ist keine Frage. Wir wissen, wie gut und wichtig erholsamer Schlaf ist. Ohne einen guten Schlaf können wir nicht leisten, was tagtäglich von uns gefordert wird. In der Krypta der Autobahnkirche sind auch Schläfer dargestellt. Es handelt sich um die Jünger, die im Garten Getsemane schlafen, während Jesus mit seinem Schicksal und dem bevorstehenden Tod hadert.
Die Jünger schlafen immer wieder ein. Verschließen sie die Augen vor dem, was Jesus und ihnen bevorsteht? Sind sie geschafft vom Trubel, den sie in den letzten Tagen durchlebt haben? Oder einfach nur müde? Vielleicht von allem etwas. Sie schlafen, weil sie schlafen müssen. Sie haben ja auch eine gute Grundlage, ein gutes Kopfkissen, auf dem es sich gut schlafen lässt. Hier schläft einer auf dem Neuen Testament. Das ist sein Kopfkissen, das ihm einen guten Schlaf beschert.
Ist das guter Schlaf? Es kann ja sein, dass er auf diese Weise von der Botschaft träumt. Man erhofft sich ja von dem, was man unter das Kopfkissen legt, dass es in Fleisch und Blut übergeht. Lernen beim Schlafen, beim Träumen Neues erfahren! Das wäre schön. Nur ist das Neue Testament keine Traumbotschaft, sondern eine Botschaft, die die Welt aufwecken soll. 
Schlafen lässt sich auf ihr nicht. Wir sind aufgefordert, uns nicht auf der Frohen Botschaft auszuruhen, sondern sie wach und aktiv in die Welt hinauszutragen. Für den Schlaf finden sich andere Kissen, aber nicht die Botschaft. Und wir haben den Auftrag, uns diese Botschaft auch selbst immer wieder zu eigen zu machen. Auf keinen Fall können wir uns darauf ausruhen.
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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