Gelehrter Teufel

Die Schlange ist ein klassisches Symbol, mit dem sich das Böse symbolisieren lässt. Auch in der Heiligen Schrift ist sie das Sinnbild für den Satan. Er ist das Böse, der Teufel. Und der Mensch steht immer wieder in der Gefahr, von ihm verführt zu werden.
An der Autobahnkirche finden wir immer Darstellungen von Schlangen. Meistens stehen sie für Satan. Und immer im Zusammenhang mit Bedrohungen für das menschliche Leben und Zusammenleben. An der Balustrade auf der Ostseite finden wir eine besondere Darstellung: Satan trägt einen Menschenkopf mit Halbglatze und Brille. Er gestikuliert wild vor sich hin. Ein Sinnbild für die Wissenschaftsgläubigkeit und die Verführbarkeit von uns modernen Menschen durch die Wissenschaft.
Der Gelehrte kann viel erzählen, er weiß alles und er ist vertrauenswürdig. Seine Ausstrahlung ist seriös, so jemandem nehmen wir alles ab, was er sagt. Er ist ja Wissenschaftler. Gerade in unseren durch die Medien geprägten Zeit ist es nicht nur wichtig, was gesagt wird, sondern vor allem wie es gesagt wird. Und je mehr Aufmerksamkeit einer Aussage gegeben wird, umso ernster wird sie genommen.
Wir sind verführbar und müssen immer wieder darauf achten, dass wir bei dem bleiben, was uns wichtig ist oder wovon wir überzeugt sind. 
Es ist nicht einfach, bei der ganzen Informationsflut die Spreu vom Weizen zu trennen und zu erahnen, was uns wirklich gut tut. Die Schlange steht als Mahnung im Hintergrund: »Ist das, was du jetzt gerade erfährst der Weisheit letzter Schluss oder nur ein weiterer Versuch, dich in die Irre zu führen?« Nicht alles, was gelehrt und seriös an uns herangetragen wird, ist auch wirklich hilfreich.
 
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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