Erfolglose Verhandlungen

Wie oft hören wir in den Nachrichten von Gesprächen, Konsultationen und Verhandlungen, die ergebnislos beendet oder gar abgebrochen werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft scheitern solche Gespräche daran, dass man keine gemeinsame Basis für die Verständigung findet. So auch hier am Mose-Turm.
Mose und Aaron stehen vor dem Pharao und verhandeln für ihr Volk. Sie sind lebendig und bringen ihr Anliegen vor, Augen und Mimik unterstützen das, was sie sagen. Ihnen gegenüber sitzt, steif und starr, einer Statue gleich, der Pharao. Er ist eine Verkörperung des Falkengottes Horus. Er hat göttlichen Status und ist die Inkarnation des Gottes auf Erden. Das Falkengesicht ist gleichsam das Sinnbild seiner Macht.
Das also ist die Ausgangslage für das Gespräch. Wir sehen, dass es nicht auf Augenhöhe stattfindet, die Teilnehmer, als Dialogpartner kann man sie wohl nicht bezeichnen, reden aneinander vorbei. Schon die Begegnung der drei zeigt, dass ihr Gespräch zum Scheitern verurteilt ist. Wie sollen denn auch die allmachtsorientierten Interessen eines gottgleichen Herrschers mit denen eines unterdrückten und in seiner Existenz bedrohten Volkes in Einklang gebracht werden?
Es ist ein sich immer wiederholendes Geschehen. Mächtige bleiben starr und unbeweglich, die schwache Position der Unterdrückten zeugt von Lebendigkeit. Aber das Gespräch führt zu Nichts, die Fronten bleiben verhärtet und irgendwann läuft alles auf  Konfrontation hinaus.
Muss
das so sein? Gibt es nicht auch andere Möglichkeiten des Dialogs? Wie können wir auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen? Gibt es einen Dialog zwischen göttlicher Allmacht und menschlichen Interessen? Es ist wohl unsere Aufgabe, immer wieder danach zu suchen und von unserer Seite aus Gesprächsbereitschaft zu zeigen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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