Gewalttätige Sprache

Wieviel Unheil kann man mit Sprache anrichten? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wohl der meiste Schmerz, den Menschen sich gegenseitig zufügen, über das gesprochene Wort geschieht. Das soll die körperliche und militärische Gewalt und das Leid, das damit über die Menschen kommt, nicht verharmlosen. Sprache wurde und wird zur Unterdrückung eingesetzt, mit Worten wurde manche Gewalthandlung ausgelöst, befohlen und im Nachhinein legitimiert.
Die Worte, die wir sprechen, haben ihre Auswirkungen, ob wir das beabsichtigen oder nicht. Und selbst gut gemeinte Worte kommen anders an, als wir sie gemeint haben. Worte können verletzen wie ein Pfeil und nicht selten treffen sie mitten ins Herz!
Es ist gleich, wer diese Worte spricht. Ob sie jetzt von einem »Heiligen« oder einem »Verbrecher« kommen, ob sie liebevoll oder hasserfüllt sind, ob ich mit ihnen unterstütze oder unterdrücke. Immer haben sie diesen Charakter des Pfeiles, der aus meinem Mund kommt und auf ein Ziel zufliegt. Das Bild am Elia-Turm meint den Verfolgungsbefehl, der Elia gilt, den König Ahab ausspricht. Aber es kann auch der Ruf der Religionen sein, die dazu
auffordern, die eigene Botschaft möglichst weit in die Welt hinauszutragen. Wahrscheinlich liegt es wieder an uns, was aus unseren Worten wird und wie sie umgesetzt werden. Dieses Bild fordert dazu auf, verantwortungsvoll mit den eigenen Worten umzugehen, denn schnell verwandeln sie sich in praktizierte Gewalt. Seien wir vorsichtig!
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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