Gewalttätige Sprache

Wieviel Unheil kann man mit Sprache anrichten? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wohl der meiste Schmerz, den Menschen sich gegenseitig zufügen, über das gesprochene Wort geschieht. Das soll die körperliche und militärische Gewalt und das Leid, das damit über die Menschen kommt, nicht verharmlosen. Sprache wurde und wird zur Unterdrückung eingesetzt, mit Worten wurde manche Gewalthandlung ausgelöst, befohlen und im Nachhinein legitimiert.
Die Worte, die wir sprechen, haben ihre Auswirkungen, ob wir das beabsichtigen oder nicht. Und selbst gut gemeinte Worte kommen anders an, als wir sie gemeint haben. Worte können verletzen wie ein Pfeil und nicht selten treffen sie mitten ins Herz!
Es ist gleich, wer diese Worte spricht. Ob sie jetzt von einem »Heiligen« oder einem »Verbrecher« kommen, ob sie liebevoll oder hasserfüllt sind, ob ich mit ihnen unterstütze oder unterdrücke. Immer haben sie diesen Charakter des Pfeiles, der aus meinem Mund kommt und auf ein Ziel zufliegt. Das Bild am Elia-Turm meint den Verfolgungsbefehl, der Elia gilt, den König Ahab ausspricht. Aber es kann auch der Ruf der Religionen sein, die dazu
auffordern, die eigene Botschaft möglichst weit in die Welt hinauszutragen. Wahrscheinlich liegt es wieder an uns, was aus unseren Worten wird und wie sie umgesetzt werden. Dieses Bild fordert dazu auf, verantwortungsvoll mit den eigenen Worten umzugehen, denn schnell verwandeln sie sich in praktizierte Gewalt. Seien wir vorsichtig!
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Dazugehören

Wenn Abraham alle Menschen als Stammvater umfasst, kommt eine Botschaft heraus, wie sie besser nicht formuliert werden kann. Sie zieht sich durch die Heilige Schrift wie ein roter Faden. Beim Propheten Jesaja hört sie sich so an: »18b Der HERR sagt: »Die Zeit kommt, dass ich die Menschen aller Völker und Sprachen versammle. Sie alle werden zu mir kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Ich werde ein Zeichen unter ihnen aufrichten und Boten zu ihnen senden – Menschen aus allen Völkern, die sich mir angeschlossen haben. Zu den fernsten Küsten sende ich meine Boten, nach Tarschisch, Put und Lud, nach Meschech, Tubal und Jawan. Unter den Völkern, die noch nichts von mir gehört und meine herrlichen Taten nicht gesehen haben, sollen sie meinen Ruhm bekannt machen. 20 Wenn sie zurückkehren, werden sie alle eure Brüder und Schwestern mitbringen, die noch unter den Völkern zerstreut sind. Auf Pferden, Maultieren und Dromedaren, in Wagen und Sänften werden dann aus aller Welt die Zerstreuten meines Volkes zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem gebracht werden, als eine Opfergabe der Völker für mich, den HERRN – so wie ihr Israeliten eure Speiseopfer in reinen Gefäßen zu meinem Tempel bringt. « (Jesaja 66,18b-20, Übersetzung Gute Nachricht).
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