Krippengeburt

Das Motiv ist denkbar einfach und so vertraut. Das Kind in der Krippe. Es ist das Bild, mit dem wir die Menschwerdung Gottes ausdrücken. Das kleine schwache Kind in einer ärmlichen Krippe. Ganz anders, wie es sich nahelegen würde, wenn Gott Mensch wird. Das Bild ist vertraut und mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt. Es ist selbstverständlich und gar nichts Besonderes mehr. Es gehört zu unserem Kulturkreis und zu Weihnachten wie der Christbaum und die Weihnachtssterne. Dieses Bild regt nicht an und nicht auf.
Dahinter steht aber eine wichtige Frage: Wie kommt Gott in die Welt? Wie greift Gott ein? Die Geschichte, dass und wie Gott menschliche Gestalt annimmt, war immer entscheidend für die christliche Überlieferung. Nicht nur die schwierige Frage, warum Gott Mensch geworden ist, sondern auch die Frage nach der Gestalt, in der Gott zum Menschen wird, hat alle Generationen von Christen beschäftigt.
Wir feiern heute Weihnachten und feiern es mit einer Sprache und Bildern, die nicht mehr die unseren sind. Auch die Darstellung vom Kind in der Krippe gehört dazu. Wir kennen keine Krippen mehr, wir nutzen und brauchen sie ja nicht. Und Ställe, in denen früher Krippen standen, sind heute Großanlagen, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Kinder haben da gar nichts mehr verloren, schon gar keine Neugeborenen. Betrachtet man noch das Umfeld in dem wir unsere romantischen Weihnachtskrippen aufstellen, dann haben wir unsere Gegenwart verlassen. Brauchen wir noch die Darstellung des Kindes in der Krippe, um uns die Menschwerdung Gottes vorzustellen? Sollten wir nicht eher nach Formen suchen
, die unserer Zeit und unserem Lebensgefühl, unserem Alltag entsprechen. Vielleicht ist das unsere Aufgabe, die Darstellung für die Menschwerdung Gottes für das 21. Jahrhundert zu finden. Wie und wo wird Gott heute Mensch? Und damit verbunden ist dann auch die Frage, warum Gott heute Mensch wird.
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Schlangenzauber

Wie ringt man einem störrischen Pharao Zugeständnisse für das eigene unterdrückte Volk ab? Mose und Aaron versuchen es mit verschiedenen Mitteln und dringen mit Vernunft nicht zum verstockten Herz des Pharaos durch. Sie wenden also einen Zaubertrick an. Es ist lediglich ein kleines Vorspiel, für all das, was noch kommen soll. Und es macht Eindruck, besonders wenn sich Magier miteinander messen:
»8 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: 9 »Wenn euch der Pharao auffordert, euch durch ein Wunder auszuweisen, dann sagst du, Mose, zu Aaron: ›Nimm deinen Stock und wirf ihn vor dem Pharao auf den Boden!‹ Dann wird er zu einer Schlange werden.« 10 Mose und Aaron gingen zum Pharao und taten, was ihnen der HERR aufgetragen hatte. Aaron warf seinen Stock vor dem Pharao und seinen Ministern auf den Boden und er wurde zur Schlange. 11 Aber der Pharao rief seine Magier und Beschwörer, und sie vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder von ihnen warf seinen Stock auf den Boden und er wurde zu einer Schlange. Doch Aarons Stock verschlang die Stöcke der Ägypter. 13 Trotzdem blieb der Pharao starrsinnig und schlug ihre Forderung ab, genau wie der HERR es vorausgesagt hatte.« (Exodus 7,8-13, Übersetzung Gute Nachricht)
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