Sich am besten verdrücken

Bis zu diesem Punkt verlief das Treffen der Aktionsgruppe ja ganz gut. Wir waren uns sehr schnell einig, was getan werden musste. Doch jetzt wird die entscheidende Frage gestellt: »Wer macht das?« Auf einmal sind alle still, keiner wagt sich vor. Man hofft darauf, dass sich jemand meldet. Jeder weiß, was es bedeutet, eine Aufgabe zu übernehmen, jeder hat Angst, vor der zusätzlichen Belastung, vielleicht allein dazustehen und um Unterstützung zu bitten. Am liebsten will sich jeder verdrücken. Das Anliegen ist ja wichtig, aber ich kann das jetzt nicht auch noch bewerkstelligen.
Diese Situation von Ehrenamtlichen kennen wir alle. Wir schwanken zwischen dem humorvollen Verständnis von Team (Toll, Ein Anderer Macht’s) und der Einsicht, dass etwas geschehen muss.
Das drückt auch die Gestalt am Elia-Turm aus. Elia verkriecht sich vor dem Anspruch Gottes, eine wichtige Aufgabe nämlich ein Prophetenamt zu übernehmen. Er will weglaufen, hat aber kaum mehr die Kraft und Energie dazu und gleichzeitig streckt er bereitwillig die Hand dorthin, von wo die Aufforderung kommt. Und er schaut auch in diese Richtung.
Nun ist es ja so, dass wir uns dem eher unklaren Anspruch Gottes widersetzen können, den kann man gut überhören, aber wenn Forderungen von Menschen aufgestellt werden, ist es nicht so einfach, sich zu verdrücken. »Seid nicht so feige, lasst mich hinter den Baum!« Möchte man laut rufen. Es ist nicht einfach, »Nein!« zu sagen, und oft geht es auch nicht. Dieser Elia steht für alle Ehrenamtlichen, die zwar schweren Herzens, aber auch aus einer tiefen Überzeugung heraus »Ja!« sagen zu den Ansprüchen, die an sie gestellt werden, weil sie von dem überzeugt sind, was sie tun.Bis zu diesem Punkt verlief das Treffen der Aktionsgruppe ja ganz gut. Wir waren uns sehr schnell einig, was getan werden musste. Doch jetzt wird die entscheidende Frage gestellt: »Wer macht das?« Auf einmal sind alle still, keiner wagt sich vor. Man hofft darauf, dass sich jemand meldet. Jeder weiß, was es bedeutet, eine Aufgabe zu übernehmen, jeder hat Angst, vor der zusätzlichen Belastung, vielleicht allein dazustehen und um Unterstützung zu bitten. Am liebsten will sich jeder verdrücken. Das Anliegen ist ja wichtig, aber ich kann das jetzt nicht auch noch bewerkstelligen.
Diese Situation von Ehrenamtlichen kennen wir alle. Wir schwanken zwischen dem humorvollen Verständnis von Team (Toll, Ein Anderer Macht’s) und der Einsicht, dass etwas geschehen muss.
Das drückt auch die Gestalt am Elia-Turm aus. Elia verkriecht sich vor dem Anspruch Gottes, eine wichtige Aufgabe nämlich ein Prophetenamt zu übernehmen. Er will weglaufen, hat aber kaum mehr die Kraft und Energie dazu und gleichzeitig streckt er bereitwillig die Hand dorthin, von wo die Aufforderung kommt. Und er schaut auch in diese Richtung.
Nun ist es ja so, dass wir uns dem eher unklaren Anspruch Gottes widersetzen können, den kann man gut überhören, aber wenn Forderungen von Menschen
aufgestellt werden, ist es nicht so einfach, sich zu verdrücken. »Seid nicht so feige, lasst mich hinter den Baum!« Möchte man laut rufen. Es ist nicht einfach, »Nein!« zu sagen, und oft geht es auch nicht. Dieser Elia steht für alle Ehrenamtlichen, die zwar schweren Herzens, aber auch aus einer tiefen Überzeugung heraus »Ja!« sagen zu den Ansprüchen, die an sie gestellt werden, weil sie von dem überzeugt sind, was sie tun.
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Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
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