Wenn Elefanten tanzen

Elefanten sind gemütliche und auf den ersten Blick schwerfällige Tiere. Man sagt ihnen nach, dass sie ein sehr gutes Gedächtnis haben und dazu noch ein hervorragendes Sozialverhalten. Aber dass sie tanzen, außer wenn es ihnen als artistisches Kunststück für die Zirkusaufführung beigebracht wurde?
Am Noah-Turm sehen wir einen tanzenden Elefanten. Er freut sich, wie andere Tiere auch, dass sie die enge Arche wieder verlassen können und dass jetzt auf der Erde wieder neues Leben beginnen kann. Das gutmütige und schwerfällige Tier geht aus sich heraus und tanzt. Es gibt seiner Freude Ausdruck. Man hat den Eindruck, dass es alle Begrenzungen seiner Natur vergessen hat. Die Freude wirkt ansteckend und dieser Elefant ist eine Anregung für uns, die Grenzen der Natur aus Lebensfreude heraus zu überschreiten.
Die Freude kann vielfältige Ursachen haben. Aber darauf kommt es gar nicht an. Von Tieren können wir lernen, dass wir uns freuen können, wenn Fröhlichkeit dran ist. Auch wenn Elefanten nicht vergessen, so können sie wie die meisten Tiere - zumindest nehmen wir das an - keine Erinnerungen aufbauen, die Ereignisse in eine zeitliche Reihenfolge stellen und sie bewertend einordnen. Wir können das und stehen uns damit oft selbst im Weg. Tiere tun das, was jetzt gerade dran ist mit den Möglichkeiten oder Einschränkungen, die im Moment bestehen. In gewisser Weise können wir ähnlich vorgehen und uns nicht so sehr von Bewertungen und

Quelle: Norbert Kasper

Klassifizierungen bestimmen lassen sondern das ausdrücken, was jetzt gerade da ist. Das ist mehr als nur naive Unbekümmertheit Denn wir legen das andere ja nicht ab, daunsere Vernunft immer im Hintergrund wirkt. Aber es gibt Zeiten, in denen sie dort gut aufgehoben ist und nicht so sehr unser normales Tun bestimmen soll. Machen wir es doch mal den Elefanten nah und tanzen aus lauter Lebensfreude!
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Das unschuldige Opfer

In mythologischen Religionen braucht es Opfer, um sich mit den Göttern wieder gut zu stellen. Sie sollen besänftigt werden, indem man etwas von dem, was man erwirtschaftet hat oder was einem wertvoll ist, abgibt, es den Göttern opfert. Im Buch Genesis wird Abraham aufgefordert seinen Sohn zu opfern, um seinen Glauben an Gott zu beweisen. Aus heutiger Sicht eine Ungeheuerlichkeit. Ein Gott, der von Menschen fordert, dass sie ihr eigenes Fleisch und Blut opfern, das geht heute nicht mehr. Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob wir im religiösen Bereich noch von Opfern sprechen sollen. Ein Opfer ist immer unschuldig, es kann nichts dafür, dass es ausgewählt wurde. Im Gegenteil, ein Opfer sollte möglichst rein sein, um sich Gott gegenüber würdig zu erweisen. Je reiner, umso wertvoller. 
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