Niedergetreten

Ein bedrückendes Bild und so aktuell wie eh und je. Brutal wird der Kopf eines Menschen mit einem Soldatenstiefel niedergedrückt. Keine Möglichkeit, sich zu wehren, keine Chance auf ein Entkommen. Dieses Bild steht für die Unterdrückungserfahrungen, die zu jeder Zeit in der Menschheitsgeschichte gemacht wurden. Und es fallen uns wahrscheinlich genügend Orte der Erde ein, in denen genau jetzt und heute Menschen niedergehalten und unterdrückt werden.
Die Darstellung in der Krypta der Autobahnkirche wurde in den späten siebziger Jahren geschaffen, aus der leidvollen Erfahrung der damaligen Kriege, die mit all ihren Schrecken gewütet haben. Auch wenn der Soldatenstiefel kalt und unpersönlich ist, der unterdrückte Mensch hat ein Gesicht. Der Stiefel ist austauschbar, der unter der Gewalt leidende Mensch nicht. Es ist die Absicht von Systemen, in denen Menschen unterdrückt und gedemütigt werden, dass sie ihre Individualität und Persönlichkeit verlieren, Emil Wachter hat den GULAG als Beispiel für diese Form der Demütigung und Unterdrückung gewählt, der Begriff ist aber austauschbar. Aber - und hier greift die christliche Botschaft - jeder Mensch, der unterdrückt wird, hat ein Gesicht. Er ist ein Geschöpf Gottes und verdient es, beachtet zu werden. Wenn niemand ihn anschaut, Gott schaut ihn an und sieht ihn! Die niederdrückende Macht soll nicht das letzte Wort haben.
Es verbirgt sich die Aufforderung an uns, nicht der unpersönliche, anonymen
Macht das Wort reden, sondern denen unser Ohr und wenn möglich auch unsere Hand zu reichen, die dazu nicht mehr in der Lage sind. Es ist christliche Pflicht der Nächstenliebe, sich einzumischen. Wir sollten uns nicht hinter Verträgen und Dokumenten von Konferenzen, wie der KSZE-Schlusskonferenz in Helsinki 1975 verstecken.
Ansprechpartner
Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Veranstaltungen
Di. 15.09.2026
Kontemplation
Di. 22.09.2026
Kontemplation
Di. 29.09.2026
Kontemplation

weitere Veranstaltungen ...
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.