Immer wieder Aufbrechen

 
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Die Koffer sind gepackt, alle notwendigen Vorbereitungen sind getroffen, die Zeitung abbestellt, das Blumengießen organisiert. Jetzt kann es losgehen. Nach den ersten Kilometern dann die Frage, ob das Bügeleisen abgeschaltet ist. So oder ähnlich sieht mancher Aufbruch in den Urlaub aus. Wir fahren weg, um uns zu erholen. Wir tun dies in der Gewissheit, dass wir ja wieder zurück kommen werden. Deshalb ja auch die Sorge, dass alles so bleibt und in unserer Abwesenheit nichts passiert, das einen Wiedereinstieg nach dem Urlaub erschweren würde. Wenn wir in Urlaub fahren, dann gehen wir nur für eine kurze, überschaubare Zeit weg. So könnte man ja die Darstellung sehen, die am Abrahamsfries an der Ostseite der Autobahnkirche zu sehen ist. Man verlässt die gewohnte Umgebung, um etwas anderes zu sehen, sich zu bilden oder etwas Außergewöhnliches zu erleben. Da verlässt man gern die vertraute Umgebung, weil man weiß, dass man bald wieder zurück kommt. Da reicht ein Koffer, weil man ja nicht soviel braucht. Ein Aufbruch, den man kaum erwarten kann und auf den man sich freut.
Was aber ist, wenn man sein Haus und sein Dorf Hals über Kopf verlassen muss? Wenn man keine Zeit mehr hat, mehr als das unbedingt Notwendige in einen kleinen Koffer zu stopfen? Wenn ich nicht weiß, ob ich jemals wieder zurück komme? Auch das drückt diese Darstellung aus. So schnell wie möglich weg, um das Leben zu retten. Dieser Aufbruch ist schmerzhaft.
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Ganz gleich warum und mit welcher Perspektive wir aufbrechen, wir brauchen Vertrauen. Die Autobahnkirche ist ein Ort, an dem sich dieses Vertrauens versichern kann oder die in den Blick zu nehmen, die voller Angst um ihr Leben unterwegs sind.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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