Ich will es anders

Protest, so heißt es, ist das Vorrecht der Jugend. Veränderungen werden meist durch Menschen angeregt. Das ist eine Erfahrung, die sich durch die Menschheitsgeschichte durchzieht. Aber wird dieser jugendliche Elan ernstgenommen? Und nehmen sich junge Menschen dabei immer auch selbst ernst? Trauen sie dieser Kraft, die in ihnen steckt?
Der Prophet Jesaja wurde als junger Mensch zu einer Aufgabe berufen, die ihn zu überfordern drohte. Er machte sich aber auf und begann sein Leben lang, eine Botschaft zu verkünden, die ihm wie glühende Kohlen im Mund brannte. Es ist die Entschiedenheit, mit der er gegen die Missstände seiner Zeit angeht. Er prangert mutig das an, was in seinen Augen und in den Augen Gottes im alten Israel schief gelaufen ist. Immer wieder kritisiert er die Machthaber und Könige um ihn herum, er droht kommendes Unheil an. Aber er hat auch eine Hoffnung, die jenseits des Unglücks liegt, das sein Volk treffen wird. Er vertraut darauf, dass das Böse nicht siegen wird.
Jesaja ist ein gläubiger Mensch, einer der vertraut und der mit dem, wie es gerade läuft, nicht zufrieden ist. Er hofft darauf, dass Gott eingreift. Er weiß, dass jetzt nur noch Gott eingreifen kann. Er ist ein Träumer, weil er nur noch auf das Eingreifen Gottes hofft. Er hat Ideen davon, wie es anders sein kann. Er handelt und steht auf, er möchte seinen Teil zur Veränderung der Welt beitragen. Jesaja ist ein Prophet für junge Menschen, denn er zeigt, wie es gehen kann. Er bleibt nicht beim Protest stehen, sondern setzt sich ein für eine andere Welt. Menschen mit einer klaren Vorstellung von dem, was sein soll, werden gebraucht. Ohne sie geht
es der Welt und der Menschheit immer schlechter. Wir brauchen die Ideen der Jugend, denn ohne sie fehlen Maßstäbe in unserer Zeit. Vielleicht müssen wir dazu ermutigen.

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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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