Brennende Erfahrung

Eine Naturerscheinung, die er sich nicht erklären konnte machte Mose neugierig. Er sah einen Dornbusch, der brannte und doch nicht verbrannte. Diese Entdeckung  machte ihn zu einem anderen Menschen. Für ihn fand eine Erfahrung statt, die er als Erfahrung Gottes berichtete. Gott offenbarte sich ihm und gab ihm den Auftrag, das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft zu befreien und in das Gelobte Land zu führen. In diesem brennenden Dornbusch sehen wir die Geburtsstunde einer Religion. Mose erfährt nicht nur die reale Gegenwart Gottes, sondern er bekommt auch den Namen Gottes mitgeteilt: »JHWH - Ich bin da«. Wir sehen diese vier hebräischen Buchstaben an der Oberseite der Bildausschnittes vom Mose-Turm.
Es sind die unerwarteten Ereignisse, die unser Leben verändern. Neuartige Erfahrungen stellen all das, was wir bisher zu kennen und zu wissen glaubten in Frage. Ab jetzt ist alles anders. So hat es Mose erfahren und nach ihm immer viele Menschen. Es kommt dabei weniger auf die Art und Weise der Erscheinung an, die lassen sich meist erklären. Wichtig ist das, was wir daraus machen, wie wir diese Erfahrungen deuten. Mose macht die Erfahrung, dass Gott ganz nah bei ihm ist. Er gibt Gott diesen Namen: »Ich bin da« Oder er erfährt Gott als eine macht, die da ist, die präsent und erfahrbar ist.
Und ein Gott, der da ist, der ist bei seinem Volk und lässt es nicht in den Untergang treiben, sondern er befreit es. Mose ist sich nicht zu schade, seinen Teil dazu beizutragen und das Volk zu befreien. Er geht ihm voraus und führt es durch die Wüste. Am Anfang aber steht der Dornbusch, der brennt und doch nicht verbrennt.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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