Noah schließt die Türen der Arche und macht sich auf die lange Fahrt, um seine Familie und jeweils ein Tier jeder Gattung zu retten. Ihn soll die Flut nicht vernichten und das Leben auf der Welt soll weitergehen. So hören wir die Botschaft aus dem Buch Genesis. Diese Geschichte wird meist als Rettungsgeschichte und sie ist es ja auch. Doch da ist auch eine andere Dimension. Rettung für ein paar wenige und Tod und Vernichtung für die meisten anderen. Und das, weil sie nicht nach den Geboten Gottes gelebt haben? Da regt sich Widerspruch, dieses Vorgehen widerspricht unserem Gerechtigkeitsempfinden.
Gerade in Zeiten, in denen Abschottung und geschlossene Grenzen diskutiert werden, in denen ma liebsten jeder mit seinen eigenen Problemen klarkommen soll, ist die abgeschlossene Arche ein Zeichen für dieses - im wahrsten Sinne des Wortes - Verschließen. Die Türe der Arche werden geschlossen, niemand kommt mehr herein, wer zu spät ist oder wer nicht auserwählt ist, der hat Pech gehabt. Diese Lösung mag noch angehen, wenn man sich auf ein Weltbild beruft, indem der Gehorsam Gott gegenüber im Vordergrund steht. Aber ist das heute noch ein mögliches Vorgehen? Dürfen wir zulassen, dass die Tore geschlossen werden und viele Menschen, die zufällig oder auch durch eigenes Verschulden auf der falschen Seite stehen, vernichtet werden? Wohl kaum. Und wir tun uns auch schwer, das aus religiöser Sicht zu akzeptieren. Wir denken da eher an Gott als Kraft, die rettend eingreift, die eben nicht die Türen zuschlägt, sondern alles Leben retten will. Es wäre schön, wenn Gott so eingreift. Wir sind aber auch gefragt, ob nicht wir es sind, die Türen zuschlagen. Stünde es uns nicht besser an, sie offen zu halten?
Gerade in Zeiten, in denen Abschottung und geschlossene Grenzen diskutiert werden, in denen ma liebsten jeder mit seinen eigenen Problemen klarkommen soll, ist die abgeschlossene Arche ein Zeichen für dieses - im wahrsten Sinne des Wortes - Verschließen. Die Türe der Arche werden geschlossen, niemand kommt mehr herein, wer zu spät ist oder wer nicht auserwählt ist, der hat Pech gehabt. Diese Lösung mag noch angehen, wenn man sich auf ein Weltbild beruft, indem der Gehorsam Gott gegenüber im Vordergrund steht. Aber ist das heute noch ein mögliches Vorgehen? Dürfen wir zulassen, dass die Tore geschlossen werden und viele Menschen, die zufällig oder auch durch eigenes Verschulden auf der falschen Seite stehen, vernichtet werden? Wohl kaum. Und wir tun uns auch schwer, das aus religiöser Sicht zu akzeptieren. Wir denken da eher an Gott als Kraft, die rettend eingreift, die eben nicht die Türen zuschlägt, sondern alles Leben retten will. Es wäre schön, wenn Gott so eingreift. Wir sind aber auch gefragt, ob nicht wir es sind, die Türen zuschlagen. Stünde es uns nicht besser an, sie offen zu halten?













