Warten

Heute muss es schnell gehen. Dann hält es auf, wenn man warten muss. Ja, Warten müssen ist unangenehm. Sei es in der Schlange vor der Kasse im Supermarkt, sei es im Wartezimmer beim Arzt, auf dem Bahnsteig auf den verspäteten Zug oder auch schon an der roten Ampel. Wenn wir warten müssen, verlieren wir Zeit. Warten passt nicht mehr in unsere Zeit.
Wir sind auch ungeduldig, wenn wir auf die Erfüllung eines Wunsches warten müssen oder wir nicht gleich das tun können, was wir wollen. Warten hindert uns daran, jetzt gerade glücklich zu sein. Ist das wirklich so? Kann Warten nicht auch zu einer Quelle des Glücks werden? An der Mose Treppe in der Autobahnkirche sehen wir die Darstellung einer sitzenden Frau. Sie hat sich in ihrer Position eingerichtete, als bliebe sie länger so sitzen. Diese Frau wartet. Dabei strahlt sie eine Ruhe aus, die ansteckend wirkt. Es ist die Haltung, die viele Menschen auch einnehmen, wenn sie beten. So wird aus der wartenden Haltung auch die Haltung des Gebetes. Und genaugenommen ist Beten ja nichts anderes als Warten. Betende warten darauf, dass sich Gottes Wille durchsetzt. Und dann ergreifen sie die Initiative und stehen auf.

Sich hinsetzen und es sich einigermaßen bequem machen und warten. Das kann beruhigen, wenn nichts anderes ist. Aber genau darum geht es. Sich Zeit nehmen und warten. Manchmal tut es gut, dieses Warten einzuüben. Dann wartet man auf Nichts. Diese Erfahrung hilft dann, wenn wir wirklich mal warten müssen, ebenso gelassen zu bleiben. Dann werden erzwungene Wartezeiten zur geschenkten Zeit, in der ich nichts anders tun muss als Warten.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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