Löwengesicht

Schon sehr früh, als die Autoren der vier biblischen Evangelien namentlich festgelegt worden sind, war auch das Symbol für den Evangelisten Markus gefunden. Anscheinend steht er für die Ursprünglichkeit und die unbändige  Kraft, die dieses Evangelium ausstrahlt. An der Autobahnkirche hat Emil Wachter den »Löwen Markus« an den Sockel eines der vier Träger des Daches der Autobahnkirche angebracht. Die anderen drei werden selbstverständlich durch die Symbolgestalten der anderen drei Evangelisten gestützt. Der Löwe hat auch Flügel. Er ist somit auch der göttlichen Sphäre zugehörig
Das Löwengesicht strahlt Kraft und Stärke aus. Das soll auch das Evangelium. Der Löwe blickt nicht in die Kirche hinein, sondern in die Welt hinaus. Auch das spricht für die Zielrichtung des Evangeliums Es muss in die Welt hinaus getragen werden. Und das mit der ganzen Überzeugung, die der Löwe bedeutet. Wenn er brüllt, so kann ihm sich nicht entziehen, es geht durch Mark und Bein. So soll auch das Evangelium die Welt und vor allem die Menschen im tiefsten Grunde erschüttern, denn nur so kann es die Welt verändern.
Und noch etwas sagt uns der starke Löwe. Die Autobahnkirche und damit sinnbildlich die ganze Kirche wird von ihm und von den anderen Evangelisten getragen. Ohne das Evangelium könnte die Kirche nicht ihre Schutzfunktion ausüben. Die löwenähnliche Wächtergestalt beschützt und trägt die Kirche, das Evangelium schützt und trägt die Kirche - und hält sie somit am Leben.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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