Wenn Gott zu Besuch kommt

Wie kann ich zeigen, dass Gott bei mir ist? Es ist schwer auszudrücken, es sei denn, man hat Bilder oder Geschichten an der Hand, die das erzählen. So auch diese Abbildung am Abrahamsfries an der Autobahnkirche. Im Buch Genesis wird beschrieben, dass Gott in Gestalt dreier Männer zu Abraham und Sarah kommt. Traditionell werden sie als geflügelte Engelwesen dargestellt. So auch hier.
Abraham erkennt in ihnen, dass Gott zu ihm gekommen ist und wirft sich auf den Boden. Anschließend bewirtet er die drei als seine Gäste. Woran aber erkennt er, dass Gott bei ihm einkehrt? Wir wissen es, denn es sind ja Engel, die zu ihm kommen. So können wir diese Geschichte erzählen. Und sie klingt in diesem Zusammenhang ja auch plausibel. Aber erkennen wir im konkreten Alltag, in dem Engelwesen offensichtlich nicht vorkommen, dass Gott zu uns kommt oder vielleicht auch schon da ist?
Wenn wir überraschend Besuch erhalten, dann sind es oft Kleinigkeiten, die daraus etwas Besonderes machen. Und wie oft ist gerade das Ungeplante eines Besuches, das was Eindruck hinterlässt. Wir brauchen nur die Offenheit, das es geschehen kann. Alles andere geschieht dann fast von selbst.
Abraham hatte das Gespür in einer alltäglichen Situationen und erkannte das Besondere in diesem Besuch. Er begrüßte seinen Gast oder seine Gäste angemessen, in diesem Fall wirft er sich zur Erde. Dann bewirtet er sie und praktizierte Gastfreundschaft. Vielleicht reicht es auch, nur offen zu sein für das Besondere im Alltag, um zu entdecken, dass Gott uns besuchen kommt.
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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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