Die rettende Arche

Die Arche ist ein Motiv, das besonders Kinder anspricht. Es rührt Erwachsene an einer Seite an, an der wir ganz schnell mit dem Gefühl angesprochen werden. Die Botschaft der biblischen Geschichte ist eindeutig. Gott rettet den gerechten Noah mit seiner Familie und jeweils ein Paar von allen Tieren vor der Flut. Und Gott verspricht auch, dass es nie mehr eine Katastrophe solch vernichtenden Ausmaßes geben wird. Sinnbild für dieses Versprechen ist der Regenbogen. So weit so gut. Das Bild der Rettung prägt sich ein, ebenso die Chance auf einen Neuanfang.
Das Bild der Arche ist heute ein Bild für die Rettung der Erde und des Lebens. Schutzräume, in denen Pflanzen und Tiere erhalten werden, finden oft den Namen »Arche«. Dort, wo sie unbeschadet überlebt haben, spricht man von einer »Arche Noah«. In der Darstellung von Emil Wachter am Noah-Turm der Autobahnkirche sehen wir ein hölzernes Schiff mit geblähten Segeln. Aus den Fenstern des Schiffsrumpfes schauen die Tiere heraus, in denen des Oberdecks sieht man Menschengesichter. Die Enge der Arche kommt zum Ausdruck. Die Arche als Motiv wird erst verständlich, wenn man auch den Hintergrund der Geschichte betrachtet: Die große Flut, die Gott zur Strafe für die Schlechtigkeit der Menschen über die Erde schickt. Nur eine Familie, Noah, seine Frau und seine Söhne mit ihren Familien überleben, werden von Gott gerettet. Und nur ein Bruchteil der Tiere.
Wir wissen heute, dass man so das Leben nicht retten kann, und dass kollektive Strafen auch nichts bewirken. Wahrscheinlich bräuchten wir heute auch ein Sicherungskonzept, das eine Arche vorsieht. Aber das haben wir nicht. Dieses Mal muss die Rettung anders geschehen!
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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