Kraft bekommen

Mose soll den Kampf seines Volkes unterstützen. Gott sagt ihm zu, dass er den Kriegern seines Volkes helfen kann, wenn er mit ausgebreiteten Armen dasteht: »Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben ihn unter Mose, und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, so dass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging.« (Exodus 17,12) Erst als ihm andere helfen und die Arme hochhalten, tragen die Israeliten schließlich den Sieg davon.
Mose kämpft nicht selbst in der Schlacht mit, er ist dafür zu alt. Er gibt seinem Volk aber die Unterstützung, die es braucht. Er steht als Schirmherr über den Unternehmungen seines Volkes. Sicherlich ist die kriegerische Ausrichtung der Erzählung mitzubedenken, es geht um einen Krieg, den das Volk Israel führt. Wir fragen heute eher, ob man das unterstützen darf. Aber die Frage, die dahinter steht, ist, woher und wie ich Kraft bekomme.
Göttlicher Beistand ist gut. Mose vertraut darauf. So heißt es ja auch im Psalm 72: »Ich erhebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat.«
Die Hilfe Gottes ist das Eine. Sie setzt aber auch das voraus, was wir als Menschen mitbringen. Unsere Unzulänglichkeiten lassen uns immer wieder an die Grenzen kommen. Wir brauchen dann die Hilfe von anderen. Und auf die können, ja müssen wir vertrauen, denn ohne diese erreichen wir nichts. Mose selbst gibt durch seine Haltung seinen Kämpfern Kraft und unterstützt sie auf diese Weise. Und dabei ist er auf die Hilfe anderer angewiesen. Hilfe von Menschen, Hilfe von Gott, wir brauchen beides.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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