Leben ist Begegnung

Menschen brauchen einander. Wir sind nicht zu Eremiten geschaffen. Am deutlichsten wird dies dadurch, dass wir darauf angewiesen sind, dass man mit uns spricht. Wir reden mit anderen und hören zu. Selbst wenn wir nicht so gesprächig sind, ohne Sprache können wir kaum mehr ausdrücken, was uns bewegt und wie wir einander brauchen.
Der menschlichen Rede voraus geht aber die Begegnung. Ich erkenne ein Gegenüber und trete mit ihm in Kontakt. Aus der Psychologie wissen wir, dass der erste Kontakt über die Augen geschieht, dann über die anderen Sinne. Und bevor überhaupt ein erstes Wort fällt, ist das meiste schon gesagt und festgelegt. Diesen ersten Eindruck können wir nur schwer revidieren.
Unser Leben ist durch Begegnungen gekennzeichnet. Wie oft im Laufe eines Tages blicken wir anderen in die Augen? Wie oft tauschen wir uns auch über Belangloses aus? Wie vielen Menschen begegne ich an einem Tag? Begegnung ist vielfältig, aber findet bei den vielen Kontakten, die wir tagtäglich nutzen, auch immer wirkliche Begegnung statt? Ist nicht schon im Vorfeld alles klar und wir meinen zu wissen, wie der andere zu uns steht und ob uns das anstehende Gespräch etwas bringt?
Leben ist Begegnung, keine Frage. Und jeder Mensch, dem ich in die Augen schaue, dem begegne ich auch. Aber wir müssen uns auch fragen, ob wir alle Dimensionen der Begegnung zulassen und diesem Menschen eine Chance geben. Sicherlich ist das nicht immer möglich. Je größer die Menschenmenge ist, umso oberflächlicher und anonymer ist die Begegnung. Wir können uns trotzdem immer wieder daran erinnern, dass wir auch die Chance zu einer wirklich tiefen Begegnung haben. Es liegt an uns, was wir zulassen.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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