Baum und Axt

Ein kleines Bäumchen und eine scharfe Axt. Es besteht kein Zweifel, um was es geht und wer als Sieger den Platz verlässt. Beides zusammen aber, der lebendige Baum und die Axt, sprechen von etwas, was noch nicht eingetreten ist. In der Verkündigung Jesu ist das Gleichnis von der Axt, die an den Baum gelegt wird, ein Bild für das bevorstehende Gericht. So verstanden werden wir mit diesem Bild in die Entscheidung gerufen.
Wie hältst Du es für Dich? Könntest Du mit deinem Leben, mit dem, was du tust und wie du bist, vor einem Gericht bestehen? Würde dich das Urteil der vollständigen Vernichtung treffen? Diese Fragen stellt uns Jesus, wenn er dieses Bild verwendet. »Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.« (Mt3,10)
Eine Reaktion wäre es nun, aus Angst vor einer großen Strafe, ein bestimmtes Handeln zu erzwingen. Wenn du nicht tust, was von dir erwartet wird, dann hast du keine Chance. In autoritären Modellen wird in der Regel so verfahren. Doch es geht auch anders. Das Bild vom Baum, der vielleicht gefällt werden wird, bleibt, keine Frage.
Aber jetzt bin ich in die Entscheidung gestellt. Es geht nicht um die Strafe, die mir droht, sondern ich werde aufgefordert, klar zu entscheiden, was ich will. In einer klaren und eindeutigen Sprache fordert Jesus uns auf, Position zu beziehen und das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Nicht warten bis jemand sagt, was ich tun soll, sondern aus eigenem Antrieb heraus das finden und tun, was jetzt wichtig ist. Jesus entlässt uns nicht aus der Verantwortung, entscheiden zu müssen. Wir können uns nicht auf Befehl und Gehorsam berufen, wir sind gefragt.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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