Hilf mir!

Auf der linken Seite zum Aufgang zum Hauptportal der Autobahnkirche sieht man eine ausgestreckte Hand. Sie sieht aus wie die Hand eines Menschen, der aus Angst vor dem Ertrinken um Hilfe schreit. Hilfe, Hilfe! Diese Geste kennen wir und hoffen doch, sie niemals in Wirklichkeit sehen zu müssen. Denn dann ist Hilfe gefordert. Diese Hand reckt sich den Menschen entgegen, die in die Kirche oder wieder von hier weggehen.  Für diejenigen, die in die Kirche kommen, ist es vielleicht ihre eigene Hand, die sie Gott entgegenstrecken. »Hilf mir, ich schaff es nicht alleine! Ich brauche dich jetzt!« Viele Menschen kommen mit dieser Einstellung in diese Kirche, weil sie sich gerade hier Hilfe erhoffen. Und viele haben diese Hilfe ja schon erfahren, sonst würde sie nicht wiederkommen. Wir wissen aber auch, wie oft die Hand vergeblich ausgestreckt und die erhoffte Hilfe nicht gefunden wurde.
Wenn sich die Hand denjenigen entgegenstreckt, die die Kirche verlassen, ist es eine Erinnerung daran, dass da draußen Menschen sind, die Hilfe brauchen und deren Hände sich uns entgegenstrecken. Auch diese Hand sagt: »Ich schaff es nicht allein!« Sie wendet sich jetzt aber an konkrete Menschen in der Hoffnung, dass von diesen Hilfe kommt. Was ist dann, wenn nicht geholfen wird? Moralisch stehen wir hier in der Pflicht.
Was müssen wir als Christen tun? Die Frage ist falsch gestellt. Es geht nicht um moralische Forderungen aufgrund unseres Christseins. Weil wir uns helfend an andere und an Gott wenden und weil wir selbst die helfende Hand sind, deshalb sind wir Christen. Wir erleben uns als Menschen, die beides sind: Hilfsbedürftige und Hilfegebende. Beide kommen von dem Versprechen und der Hoffnung her, dass jemand da ist, der oder die hilft. Und das Vertrauen in diese Hilfe ist lebensnotwendig, ganz gleich auf welcher Seite wir stehen, ob wir jetzt in die Kirche hinein- oder in die Welt hinausgehen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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