... wo er gelegen hat

Der Kern der christlichen Verkündigung ist der Tod und die Auferstehung Jesu. Der Tod hat nicht das letzte Wort, es geht weiter. Es folgt die Auferstehung. Und da wird es schwierig. Wie können wir von etwas reden, für das wir keine Worte geschweige denn einen offensichtlichen Beweis haben? In den Evangelien werden zwei Arten gezeigt, wie die Jünger damals zum Glauben an die Auferstehung kamen: Es gab Erscheinungen des Auferstandenen und das leere Grab wurde gezeigt. In dieser Darstellung in der Krypta der Autobahnkirche sehen wir die zweite.
Frauen kommen zum Grab, um den Leichnam Jesu zu Salben. Sie finden das Grab leer vor, ein Mann zeigt ihnen die Stelle, an der der tote Leib lag. Hier sehen wir das Hinweisen. Eine Hand, die gleichsam aus dem Nichts, aber doch von oben kommt, deutet auf den Stein, auf den Jesus gelegt wurde. Die andere Hand ist offen und einladend ausgestreckt, als wollte sie sagen: Komm her und schau es Dir an. Nach der Erzählung fliehen die Frauen entsetzt und verstört vom Grab weg. Die Einladung hat nicht funktioniert. Aber das verstehen wir ja, wir würden wahrscheinlich genauso reagieren. Die Frauen hatten die Chance, im Gegensatz zu uns, am Originalschauplatz zu überprüfen, dass Jesus auferstanden ist. Sie nutzen sie nicht. Geht es aber um diesen Gegensatz? Nein. Wir können diese Darstellung auch übertragen lesen.
Dann hört es sich so an: »Komm her an diesen Ort, komm ganz nahe, fürchte dich nicht. Hier hat er gelegen, von hier geht alles aus.« Das ist in unsere Gegenwart gesprochen. Es heißt: »Diese Kirche, dieser stille Ort zeigt es Dir, da hat er gelegen. Komm her und überzeuge Dich. Hier kannst Du eine wesentliche Erfahrung machen. Hab keine Angst. Lass dich darauf ein!«
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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