Wo alles gehalten wird

Die Autobahnkirche stellt nicht nur architektonisch eine Ausnahme dar. Auch die Bilder- und Symbolsprache ist eine andere, wie wir sie aus der Tradition kennen. Und doch führt sie diese nahtlos fort und knüpft bei dem an, was wir kennen. Die vier Träger der Kirche werden durch die vier Evangelisten symbolisiert. Wurden früher die Apostel als diejenigen gesehen, die die Kirche tragen - in alten Kirchen sind es die Säulen im Kirchenschiff - so ist es jetzt das Evangelium. Emil Wachter und der Architekt Friedrich Zwingmann gehen somit an die Quellen der Verkündigung zurück.
Doch auch das Evangelium muss zusammengehalten werden. Und was ist näherliegender als sich auf den ursprünglichen Kern der Frohen Botschaft zu berufen, auf Jesus Christus. Er ist symbolisiert durch das Kreuz und hält das Evangelium und damit die Kirche zusammen. Wie in einem alten Kreuzrippengewölbe werden mit dem Schlussstein die vier Streben gehalten. Das Kreuz, das christliche Symbol der Erlösung zeichnet sich nicht nur im Grundriss der Kirche ab, sondern wird auch an der Spitze der Kirche sichtbar.
Die vier Träger stehen für das Evangelium, Jesus Christus hält das Evangelium zusammen. Die Verkündigung der frohen Botschaft zielt auf Jesus Christus hin und hebt ihn empor. Und wir sind in dieses Geschehen eingebunden, was wir in dieser Kirche auch erfahren. Wir stehen auf dem Boden der Kirche, finden einen festen Halt und blicken nach oben und sehen das lichtumstrahlte Kreuz.
Der ganze Bau der Kirche wäre sinnlos, wenn wir nicht unter diesem Dach, das hier aufgespannt wird, zusammenkommen um zu feiern oder uns in der Stille zu versenken. Der Schlussstein gibt Halt und Sicherheit, er schließt das Ganze ab und ermöglicht diesen Freiraum und Rückzugsraum. Wir sind eingeladen, uns unter diesen Schirm zu stellen, unter diesem Dach bin ich dem Himmel und Jesus Christus nah.

Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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