Für die Menschrechte

Man kann nicht oft genug auf die Bedeutung der Menschrechte hinweisen. Und es darf nicht vergessen werden, dass sie unzählige Male mit Füßen getreten werden. Auch in den Motiven der Autobahnkirche taucht ihre Verletzung immer wieder auf. Emil Wachter wird nicht müde, sie zu thematisieren. Und die Lage in der Welt zeigt, dass das auch nötig ist. Dass die Verletzung der Menschrechte kein naturgegebenes Gesetz ist, zeigt diese Darstellung. Unterdrückung geschieht durch Menschen. Ein menschlicher Fuß drückt einen Menschen nieder und lässt ihm keinen Spielraum mehr. Auch wenn es böse Strukturen gibt, so sind es doch immer wieder Menschen, die sich instrumentalisieren lassen.
Natürlich kann man fragen, warum es in den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte nicht gelungen ist, der Unterdrückung von Menschen Einhalt zu gebieten. Und nachdem die Menschenrechte bei der Französischen Revolution formuliert und seither regelmäßig beschworen wurden, müssen wir uns immer wieder neu für sie einsetzen.
Auch wenn sie für alle Menschen formuliert werden, selbstverständlich sind sie noch lange nicht. Man spricht zwar von natürlichen Rechten, auf die jeder Mensch Anspruch hat, aber von alleine werden sie nicht zugesprochen, geschweige denn eingehalten. Es braucht einen guten Blick für die Wirklichkeit, um im Vorfeld zu sehen, wo sie bedroht sind. Wir müssen den Anfängen wehren.
Und wenn die Menschenrechte verletzt worden sind, dann braucht es Menschen, die solche Menschrechtsverletzungen anprangern und die Öffentlichkeit suchen. Die größte Gefahr für diejenigen, die Menschenrechte mit Füßen treten, ist die Öffentlichkeit. Wenn viele davon wissen, dann kann man Untaten nicht mehr unter den Teppich kehren. Emil Wachter erinnert uns daran. Seine Darstellung steht sinnbildlich für alle Menschrechtsverletzungen auf der Welt.

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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