Ruhe auf der Flucht

Es ist wohl die Darstellung in den Fenstern der Autobahnkirche, die am meisten Ruhe ausstrahlt. Neben der Krippe und Weihrauchengel sitzt Maria mit dem Kind im Arm. Neben ihr steht Josef und stützt sich auf seinen Stab. Dieses Bild zieht fast noch mehr den Blick auf sich als die Krippe. Die Ruhe, die es ausstrahlt, steht im krassen Gegensatz zur Tatsache der Flucht überhaupt.
Maria und Josef möchten ihr eigenes Leben und das ihres Kindes retten. Sie müssen so schnell wie möglich ihre Heimat verlassen, um das Neugeborene vor der Verfolgung vor Herodes in Sicherheit zu bringen. Es gilt keine Zeit zu verlieren und so schnell wie möglich die Sicherheit in Ägypten zu erreichen. Eigentlich dürften sie sich keine Ruhe gönnen und doch ist es unmöglich, ununterbrochen mit einem Neugeborenen zu reisen. Wenn ein sicheres Quartier gefunden ist, kann man ausruhen und genau hier setzt Emil Wachter mit seiner Darstellung ein. Zwischen all der Angst um das eigene Leben und vor allem um das Leben des neugeborenen Kindes, der Hektik des Aufbruchs und der Flucht, der Sorge um das wenige Essen und um die Zukunft, gibt es glückselige Momente. Alles kommt zur Ruhe, es bleibt nur das Glück der jungen Familie.
Dieses Fenster in der Autobahnkirche spielt die Flucht und all die Not, die damit verbunden ist, nicht herunter. Fern davon, dass diese Situation romantisiert wird, zeigt diese Szene, dass dort, wo die größte Not herrscht, auch Augenblicke des Glückes zu finden sind. Und es gibt sie genau dann, wenn nichts anderes als der Augenblick zählt.
Glück gibt es nur im Hier und Jetzt, ganz gleich wie die äußeren Umstände auch sein mögen. Diese Glückserfahrung ändert nicht das, was geschehen ist und weiter geschieht. Aber es gibt Kraft, diese Situation durchzustehen und weiterzumachen, ganz gleich ob Flucht, Krieg, Krankheit oder andere Nöte uns begegnen.

Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.