Schlüssel zum Leben

Seit es Türen gibt, gibt es auch Schlüssel, um sie zu- und wieder aufzuschließen. Wenn wir das Haus oder die Wohnung verlassen, ist es ganz normaler Vorgang, die Tür abzuschließen oder einfach ins Schloss fallen zu lassen. Genauso normal ist es dann auch, mit dem Schlüssel diese Tür wieder aufzuschließen. Wenn Türen abgeschlossen sind, dann schütze ich mein Eigentum. Ich kann mich einschließen und entsprechend Schutz finden. Vielleicht sind unsere Türen und unsere Schlösser Ausdruck unseres Misstrauens der Welt gegenüber, die nicht ganz so funktioniert, wie wir es gerne hätten. Und sie sprechen auch von dem Misstrauen besonders anderen Menschen gegenüber, die in meine Privatsphäre eindringen können. Wenn ich dann jemanden einen Schlüssel gebe, ist das ein Vertrauensbeweis. Ich erlaube einzelnen ausgewählten Personen den Zutritt zu meiner Privatsphäre.
Petrus erhält die Schlüssel zum Himmelreich. Er wird deshalb oft als Pförtner an der Himmelspforte dargestellt, der darüber entscheidet, ob Menschen Zutritt gewährt werden kann oder nicht. Der Himmel steht nur auserwählten Personen offen. So suggeriert dieses Bild. Wir selbst halten diese Schlüssel nicht in Händen. Mir kommen dabei einige Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind:
Muss der Himmel abgeschlossen sein, um ihn vor unberechtigtem Zutritt zu schützen? Hält der Himmel das nicht aus? Müsste nicht für jeden Platz sein, eben weil es der Himmel ist? Haben nur ein paar wenige Auserwählte Zutritt zum Himmel, der Ort, am dem ein alles liebender Gott gegenwärtig ist? Dürfen wir uns mit einer Vorstellung abfinden, in der der Himmel verschlossen ist?
Können wir nach der Botschaft Jesu nicht getrost die Schlüssel zum Himmel verlieren, weil er für alle offen steht? Und ein Wächter an der Himmelspforte ist nicht nötig, höchstens einer, der uns freundlich die Tür aufhält und sagt: »Herzlich Willkommen, wir haben auf dich gewartet.«
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.