Wer beherrscht die Welt?

Nicht nur in unserer Zeit stellt sich die Frage nach dem Herrscher der Welt. Zu allen Zeiten gab es Könige und Machthaber, die den Anspruch erhoben haben, die ganze Welt zu beherrschen oder das die Sonne in ihrem reich nie unterginge. Lange blieb diese Herrschaft aber nicht bestehen, nach kurzer Zeit sind diese großen Reiche wieder zusammengebrochen und der weltweite Herrschaftsanspruch wurde wieder an andere weitergegeben oder der Thron blieb, wie es wohl die meiste Zeit war, unbesetzt.
Emil Wachter stellt in der Autobahnkirche einen leeren Thron dar. Warum ist er nicht besetzt? Ich glaube, dass uns diese Frage nicht weiterbringt. Vielleicht sollten wir uns eher einmal die Frage stellen, wer auf diesem leeren Thron Platz nehmen soll. Gibt es einen Herrscher, dem ich diesen Platz zugestehen würde? Dahinter steht auch die Frage, wie ich mir eine gute Herrschaft über die Welt vorstelle - wenn ich das überhaupt brauche.
Wer sll auf dem leeren Thron Platz nehmen? Wenn ich diesen Platz für Gott reserviere, dann muss ich mich fragen, ob ich mich dieser göttlichen Herrschaft unterstellen will. Der Wille Gottes steht dann über meinem Willen und ich hoffe oder glaube, dass sich das Gute letzten Endes durchsetzt. Aber es geht nicht nach mir und meinen Überzeugungen. Nicht viel besser ist es, wenn wir den Thron der Welt dem Teufel überantworten, wie es in der Geschichte immer wieder getan wurde. Der Gegenspieler Gottes herrscht und lässt  das Böse Macht gewinnen. Aber auch da gewinne ich nichts. Schließlich könnte ich ja auch den Menschen im Allgemeinen auf diesen Thron setzen, aber sind wir dazu überhaupt reif und fähig?
All diese Fragen legen den Schluss nahe, ob dieser Thron überhaupt besetzt werden muss. Wenn es einen Herrscher gibt, dann heißt das immer Unterordnung. In den seltensten Fällen gereicht das zum Wohl aller. Wenn der Thron nicht besetzt wird, dann haben alle ihren Teil beizutragen. Und dann geht es nicht um Herrschen, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen und zu tragen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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