Frieden schaffen

»Schwerter zu Pflugscharen!« »Frieden schaffen ohne Waffen!« Die meisten kennen diese Schlagworte aus den siebziger und achtziger Jahren noch. Die Friedensbewegung hat mit diesen Rufen zwar nicht eine bevorstehende Aufrüstung verhindert, aber doch - und das ist fast noch wichtiger - das Bewusstsein der Menschheit verändert. Frieden mit immer mehr Waffen zu schaffen, bedroht das Leben, um so mehr, je mehr Waffen da sind. Emil Wachter thematisiert die drohende Auslöschung des Lebens und die Vernichtung der Welt durch einen Atomschlag. Symbol dafür sind die Raketen, mit denen Menschen sich gegenseitig bedrohen. Das, was einen Krieg verhindern soll, ist die Angst, aber die ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber.
Seit dem Kalten Krieg hat sich die akute Bedrohung verändert, aber besser geworden ist die Situation nicht. In den Silos schlummern immer noch genug Raketen, um die Menschheit und alles Leben mehrfach auszurotten. Die Rüstungsindustrie lebt davon, dass bestehende Arsenale modernisiert oder neue aufgebaut werden. Es wurde noch kein wirklich nachhaltiges Konzept umgesetzt, um unsere Existenz ohne Waffen zu sichern.
Es ist eine Binsenweisheit, dass Gespräche und Beziehungen Kriege verhindern. Die ausgearbeiteten Verträge und Handelsbeziehungen tragen dazu bei, dass die Welt sicherer geworden ist, aber nur in wenigen Bereichen. Ja, unser Wohlstand und unsere Sicherheit wird mit Krieg und Unsicherheit in anderen Regionen der Welt erkauft. Wir bemerken auch, dass das Vertrauen, das in Jahrzehnten aufgebaut wurde, durch kurzsichtige politische Aktionen zunichte gemacht wird und ein Rückfall in die Zeiten eines Kalten Krieges droht.
Was hilft? Wie arbeitet man für den Frieden? Die Drohung mit Waffenarsenalen erzeugt Angst und Unsicherheit und führt eher zur Erstarrung als zur Lebendigkeit. Wenn das Leben der Maßstab für den Frieden ist, dann ist das, was Leben fördert, auch hilfreich für den Frieden. Ein offenes Auge füreinander, Vertrauensvorschuss und eine liebevoller Blick können Wunder bewirken. Es ist die Suche nach  Lebendigkeit, die uns weiterbringt, nicht die Angst vor Raketen.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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