Wie deutet man den Tod Jesu am Kreuz. Das ist für die christliche Theologie die wichtigste und die schwierigste Frage. Einfache Antworten kann es nicht geben. Wahrscheinlich müssen sich Theologinnen und Theologen, aber nicht nur die, immer wieder um neue Antworten bemühen. Jede Zeit fragt anders. Menschen brauchen angemessene Antworten, die zu ihrem Leben passen. Emil Wachter stellt am Fenster mit der Kreuzigung einen Theologen dar, der auf den toten Jesus am Kreuz zeigt. Diese Darstellung erinnert an den Johannes aus dem Isenheimer Altar. Dort ist es der Täufer, der auf Jesus zeigt.
Heute ist es nicht mehr so einfach, den Tod Jesu einzuordnen. Die Verkündigung, dass mit dem Tod Jesu unsere Sünden vergeben sind, ist (noch) Allgemeingut, aber diese Gewissheit beginnt zu bröckeln. Ist ein Opfer notwendig, damit wir vor Gott gerechtfertigt sind? Muss Sühne geleistet werden, damit sich Gott uns wieder zuwenden kann? Muss der Sohn Gottes sterben, sich als Opfer hingeben, dass es uns wieder möglich wird, den Weg zu Gott zu finden?
Das sind Fragen, die heute nicht mehr einfach zu beantworten sind. Sie werden drängender, wenn man sich angesichts des vielfältigen Leids auf der Welt fragt, wo da denn jetzt Erlösung ist. Welchen Stellenwert hat das Leiden Jesu, wenn heute noch so viele Menschen unschuldig sterben?
Natürlich ist hier die Theologie gefordert. Doch sie kann nur Heinweise geben. Es ist eine Frage an alle Menschen, nicht nur diejenigen, die an Jesus Christus glauben. So gesehen ist der Finger und die geöffnete Hand, die auf den toten Jesus deuten, weniger ein Glaubensbekenntnis als eine Provokation. Am Kreuz kommt niemand vorbei, auch nicht am Leiden Unschuldiger. Wir werden direkt gefragt und müssen eine Antwort finden: »Was denkst Du über den Tod Jesu?«
Heute ist es nicht mehr so einfach, den Tod Jesu einzuordnen. Die Verkündigung, dass mit dem Tod Jesu unsere Sünden vergeben sind, ist (noch) Allgemeingut, aber diese Gewissheit beginnt zu bröckeln. Ist ein Opfer notwendig, damit wir vor Gott gerechtfertigt sind? Muss Sühne geleistet werden, damit sich Gott uns wieder zuwenden kann? Muss der Sohn Gottes sterben, sich als Opfer hingeben, dass es uns wieder möglich wird, den Weg zu Gott zu finden?
Das sind Fragen, die heute nicht mehr einfach zu beantworten sind. Sie werden drängender, wenn man sich angesichts des vielfältigen Leids auf der Welt fragt, wo da denn jetzt Erlösung ist. Welchen Stellenwert hat das Leiden Jesu, wenn heute noch so viele Menschen unschuldig sterben?
Natürlich ist hier die Theologie gefordert. Doch sie kann nur Heinweise geben. Es ist eine Frage an alle Menschen, nicht nur diejenigen, die an Jesus Christus glauben. So gesehen ist der Finger und die geöffnete Hand, die auf den toten Jesus deuten, weniger ein Glaubensbekenntnis als eine Provokation. Am Kreuz kommt niemand vorbei, auch nicht am Leiden Unschuldiger. Wir werden direkt gefragt und müssen eine Antwort finden: »Was denkst Du über den Tod Jesu?«













