Frauenpower

Am Abrahamstor der Autobahnkirche sieht man die eingesperrten Menschenrechte, die von vier Personen in ihren jeweiligen Funktionen gezeigt werden. Links oben neben dem Gitter sieht man eine Direktorin. Emil Wachter hat nicht nur Männer dargestellt, sondern auch eine Frau, die bei der Verletzung der Menschenrechte eine Rolle spielt. In seiner Kritik klagt er ein System an und nicht die Personen, die für dieses System stehen. Die jeweilige Funktion, die ausgeübt wird, verletzt die Menschenrechte. Menschen werden durch ihre Rolle oftmals zu Tätern. Und da trifft es auch Frauen.
Es wird heute zu Recht darüber diskutiert, ob und wie Frauen in Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft in Führungspositionen eintreten können. Die Forderung, dass Frauen gleichberechtigt Führungspositionen besetzen sollen, ist heute angemessen und schreit förmlich nach Umsetzung. Sicherlich hat sich seit dem Bau der Autobahnkirche einiges verändert, aber doch noch nicht genug.
Die Frage ist nicht die des Geschlechts, wie eine Position und Rolle ausgefüllt wird, sondern hat mit der Person zu tun. Es kommt auf die Haltung an, die jemand einnimmt, ob er oder sie gerecht oder ungerecht agiert. Die Geschichte zeigt es, dass es nicht unbedingt besser geworden ist, wenn Frauen an der Macht waren. Es gibt vielleicht unterschiedliche Führungsstile. Die sind aber nicht an das Geschlecht gebunden sind. Es ist ein Menschenrecht, dass Männer und Frauen gleichgestellt sind. Gesellschaft, Wirtschaft und Kirche kann nur davon profitieren, wenn Führung durch Männer und Frauen wahrgenommen wird, weil dadurch schon mal doppelt so viele Haltungen ins Spiel kommen. Wichtig ist, dass wir über Führungsstile sprechen, nicht nur über Geschlechter.
Es gibt zur Geschlechtergerechtigkeit keine Alternative. Wir müssen uns dann auch bewusst sein, dass sich Menschen, Frauen und Männer, schuldig machen können, wenn sie Verantwortung tragen. Frauen sind nicht die besseren Männer, sondern sie handeln als Menschen. Frauen und Männer und müssen an ihren Taten gemessen werden. Das wichtigste Kriterium ist das der Haltung, aus der heraus entschieden wird, ob es zum Wohl oder Wehe der Menschheit gereicht.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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