Phoenix aus der Asche

Am Mose-Turm finden wir eine Darstellung der Flamme der Freiheit, die besonders aussieht, denn die Flamme ist von Emil Wachter als Vogel dargestellt. Dieser Vogel erinnert an den Phoenix, der immer wieder im Feuer stirbt, um dann aus der Asche in neuer und wunderbarer Gestalt wieder aufzuerstehen. Er wurde so zum Symbol für die Ewigkeit, weil ihm die Lebenskraft nicht auf Dauer genommen werden kann. Und selbst wenn er tot ist, dann ist das kein Dauerzustand, sondern er wird zu neuem Leben wiedergeboren.
Besser kann man auch die Freiheit nicht darstellen. Emil Wachter nennt dieses Motiv »Die Flamme der Freiheit«. Die Geschichte zeigt, dass in allen Zeiten Freiheitsgedanken aufgetaucht sind. Oft wurden sie brutal unterdrückt. Freiheitsbewegungen haben einen hohen Blutzoll dafür bezahlt, dass sie eine Idee vertreten haben, die den Menschen hilft, besser zu leben. Auch wenn scheinbar die Mächtigen triumphieren und die Freiheit wieder einmal unterdrücken konnten, blieb die Idee doch lebendig und ist wieder aufgestanden wie der Phoenix aus der Asche. Die Befreiung des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten war ein langer Weg mit vielen Rückschlägen, selbst Mose war davor nicht gefeit. Am Ende aber endet der lange Weg in der Freiheit im gelobten Land, die dem Volk verheißen war.
Freiheit ist ein großes Thema in der jüdisch-christlichen Überlieferung. Immer wieder nehmen einfache Menschen und Herrscher auf diese Vision Bezug. Immer wieder treten auch sie die Freiheit mit Füßen. Aber in den Schriften des Ersten und des Zweiten Testamentes wird davon erzählt, dass Freiheit, wenn sie einmal totgetreten wurde, um so prächtiger wieder aufersteht.
Es ist eine Verheißung für die kleinen Leute, für die Armen und Schwachen, dass ihr Zustand nicht selbstverschuldet ist und als Schicksal hingenommen werden muss. Jeder Mensch hat das Recht auf ein freies Leben und soll auch dafür eintreten können. Und alle, die Freiheit bekämpfen, sollen sich bewusst sein: Sie wird wieder auferstehen und umso wirkmächtiger sein!
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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