Um Kopf und Kragen geredet

Johannes der Täufer war ein konsequenter Mensch. Er hat das gelebt, was er gepredigt hat. Er hat die Konsequenzen dafür getragen. Er hat mit seinem Leben für die Botschaft der Lebensveränderung bezahlt. Wahrscheinlich war die Predigt, die die Umkehr der Menschen gefordert hat, gar nicht ausschlaggebend für seine Hinrichtung. Viel eher seine offene Kritik am Verhalten der Oberschicht und besonders an König Herodes. Die Rede von einem Gott, der die Menschen liebt und auf der Seite der Schwachen steht, kommt bei Mächtigen nie gut an. Sie fühlen sich bedroht, weil ihre Privilegien in Frage stehen, und sie ihr Leben nicht mehr wie gehabt weiterführen können. Johannes wird in den Kerker geworfen und nach einem Tanz von Salome, der Tochter des Herodes geköpft, weil sie sich seinen Kopf als Belohnung ausbedungen hat, wahrscheinlich deshalb, weil sie dazu angestiftet wurde.
Johannes hat sich um Kopf und Kragen geredet, so wie es das Sprichwort beschreibt. Er ist der erste Märtyrer der jungen Kirche und ist nicht nur in der Predigt, sondern auch im gewaltsamen Tod ein Vorläufer für Jesus, der ja ein vergleichbares Schicksal erleidet. Er erleidet das Schicksal von Propheten, die für ihre Sache einstehen. Johannes reiht sich in die lange Liste derer ein, die für ihre Botschaft gestorben sind. Wie viele Menschen wurden im Verlauf der Jahrhunderte für ihre Überzeugung getötet? Wieviele Machthaber sind buchstäblich über Leichen gegangen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen? Das Schicksal des Johannes ist eine Mahnung an uns, dass wir uns fragen, wie weit wir für unsere Überzeugung zu gehen bereit sind.
Aber noch viel mehr werden wir angefragt, ob wir es zulassen, dass Menschen für ihre Überzeugung sterben müssen. Denn Mächtige können nur so weit gehen, weil sie daran nicht gehindert werden. Es ist Teil der christlichen Botschaft, auch im Blick auf die Opfer, für Menschen wie Johannes einzustehen.
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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