Überleben in der Nussschale

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Als die Autobahnkirche gebaut und das Außengelände Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts geplant und angelegt wurden, waren die Veröffentlichungen des Club of Rome über die Zerstörung der Erde und Vernichtung der Lebensgrundlagen für die Menschheit in aller Munde. Zum ersten Mal stellte sich die Frage, wie die Menschen überleben können angesichts der vielfältigen Bedrohungen neben der ständigen Angst vor einem dritten Weltkrieg. Erstmals war es in des Bewusstsein gekommen, dass die größte Bedrohung für den Menschen der Mensch selbst ist. Seither wird darüber gestritten, wie diese Ergebnisse interpretiert werden müssen und was die Menschheit unternehmen kann. Emil Wachter hat am Noah-Turm dafür ein Bild geschaffen, dass diese Bedrohung zeigt. Zwei Menschen streiten in einem kleinen Boot, das nur ihnen Platz bietet, um den rechten Kurs. Ob und wie sie in dieser Nussschale überleben können, ist nicht gezeigt. Aber der Streit bringt sie nicht weiter. Warum können sie nicht gemeinsam in eine Richtung rudern? Warum bleiben sie beim Reden?
Wie kaum eine Darstellung ist dieses Symbol heute aktueller als je zuvor. Zwar haben sich die ersten Befürchtungen des Club of Rome so nicht bestätigt, aber die heutigen Aussichten sind kein bisschen besser, im Gegenteil, sie sind noch düsterer geworden und die Ebenen haben sich verschoben. Waren in den siebziger Jahren die Endlichkeit der Ressourcen im Vordergrund gestanden, so sind es heute die Zerstörungen, die der Mensch der Erde antut. Der Klimawandel wird spürbar.
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Vernichtete Lebensräume, unwiederbringlicher Verlust von Tier- und Pflanzenarten, die aussterben, die Bedrohung durch Kriege und die Wanderungsbewegungen, die dadurch ausgelöst werden, machen Angst. Natürlich wird auch heute auf weltweiten Konferenzen um Lösungen gerungen, doch ob es bald Lösungen gibt ist fraglich. Vielleicht hilft das Bewusstsein, dass wir in unserer kleinen Nussschale anfangen müssen, zu rudern. Nur so überleben wir.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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