Zwischen Chaos und Ordnung

Wenn man die Autobahnkirche betritt, dann fällt der Blick sofort auf das Lamm Gottes, das zentral im Westfenster zu sehen ist. Es ist eingerahmt von goldenen Glaselementen, die eine besondere Anordnung zeigen. Auf der rechten Seite hat Emil Wachter sie geordnet, so dass kleine goldene Diamanten erscheinen. Dieser geordneten Struktur widerspricht die auf der linken Seite. Dort tauchen zwar auch einzelne Diamanten auf, aber man sieht auch mehr Unordnung, andere Farben und Formen, bis hin zu größeren schwarzen Flächen. Auch wenn das Lamm in der Mitte den Blick auf sich zieht, diese gestalteten Elemente geben dem Lamm den entsprechenden Rahmen.
Zwischen Chaos und Ordnung steht es als Ruhepol. Das ist eine wichtige Botschaft für unsere Zeit. Wenn wir zwischen Alltag und Festzeiten, zwischen geordneten Verhältnissen und unruhigen Veränderungen hin und herpendeln, hilft es, den Blick auf das Dazwischen zu lenken. Dort steht das Lamm aus der Offenbarung, das Symbol für Jesus Christus. Es verspricht einen Ausgleich zwischen den sich widersprechenden Gegebenheiten des Lebens. In der Wissenschaft wird der Streit geführt, was denn nun der Normalzustand sei, Chaos oder Ordnung. Die meisten entscheiden sich für das Prinzip des Chaos, weil Ordnung zu instabil ist. Die Offenbarung sagt etwas anderes und entscheidet sich für keine der beiden Seiten. Es ist der Glaube, die Religion, die Spiritualität würde man heute sagen, die beides vermittelt. Aus dem Chaos wird das positive gezogen und auch aus der Ordnung. Keine Seite wird bevorzugt.
Der Blick wird auf das zentrale Glaubenssymbol gezogen, auf Jesus Christus. Emil Wachter hilft uns, dass wir im unbewussten Betrachten das Entscheidende von alleine finden. Wir können diese Aussage für uns und unser Leben mitnehmen und für uns die Frage stellen: Wenn hier in der Autobahnkirche Chaos und Ordnung durch Jesus Christus vermittelt werden, wie schaffe ich das in meinem Leben? Kann ich Chaos und Ordnung für mich in Einklang bringen? Hoffentlich!
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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