Auf die Rückkehr kommt es an

Die Weisen, die dem Stern gefolgt waren und das Kind in der Krippe gefunden haben, sind einen weiten Weg gegangen, bis sie an ihr Ziel gekommen sind. Aber diese Ankunft ist noch nicht das Ende der Geschichte, auch wenn wir es oft so sehen. Die Könige kommen mit allen anderen bei der Krippe an. Diese Darstellung sehen wir in unseren Kirchen und in den Krippen zuhause. Nach dem Besuch der Krippe und der Bestätigung ihrer Vermutung, liegt jetzt der lange Heimweg vor ihnen. Denn erst wenn sie wieder zuhause angekommen sind, dann sind sie auch in Bethlehem gewesen. So wie jede Reise erst wirklich vollendet ist, wenn man wieder zuhause, das heißt im Alltag angekommen ist. Dieser Weg liegt vor den Weisen und der ist sicherlich nicht weniger beschwerlich als der Hinweg. Das Evangelium legt Wert darauf, das zu erwähnen, auch wenn der Rückweg ein anderer sein wird, als es der Hinweg war; »12 In einem Traum befahl ihnen Gott, nicht wieder zu Herodes zu gehen. So zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.« (Matthäus 2,12, Übersetzung Gute Nachricht))
Was geschieht dann auf dem Heimweg? Da kennen wir uns aus. Wir tauschen erste Erinnerungen aus, Beeindruckendes und Nebensächliches wird erzählt, wir schwelgen in Erinnerungen an schöne Augenblicke oder denken über das nach, was nicht gelungen war oder auf was wir am liebsten verzichtet hätten. Was die Weisen auf ihrem Heimweg gedacht und geredet haben, darüber können wir nur spekulieren. Sicherlich haben sie über ihr Erlebnis gesprochen. Es ging wohl auch darum, wie sie die nächste Zeit gestalten werden. Wird das Erlebnis von Bethlehem Konsequenzen für sie haben?
Dem Heimweg gehört schon der Blick in die Zukunft. Anders als beim Ziel der Reise wussten sie, was daheim auf sie wartet. Ähnliches gilt auch für uns, wenn wir verreisen. Wir müssen nicht nur wieder den Heimweg antreten, sondern auch zuhause, im gewöhnlichen Alltag ankommen, um wirklich weg gewesen zu sein. Die Weisen in der Krypta in der Autobahnkirche erinnern uns: Die Reise ist erst zu Ende, wenn wir wieder zuhause sind.
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Was willst du mitnehmen?

Vor der Fahrt in den Urlaub steht das Packen. Ob mit dem Auto oder Flugzeug, ob mit Bus oder Bahn, immer kann man nur begrenzt Dinge mitnehmen. Fragen nach der richtigen Kleidung, den notwendigen Schuhen, Regenschutz, Wasch- und Freizeitutensilien, vielleicht noch ein Buch. Ganz schnell hat man eine Grenze erreicht und muss sich entscheiden, was daheimbleiben muss und was ich mitnehmen kann. Wenn es den Urlaub betrifft, dann fällt die Entscheidung nicht gar so schwer, weil man spätestens nach ein paar Wochen wieder auf alles, was man zum Leben braucht, zurückgreifen kann. Da kann man gerne mal auf etwas verzichten. Ganz anders sieht es aus, wenn man seine Heimat verlassen muss. Was packe ich ein, wenn ich nur einen kleinen Koffer mitnehmen kann? Wie packe ich, wenn ich nur ein paar Minuten Zeit habe, um das Haus zu verlassen vor einer drohenden Katastrophe. Es bleibt kaum Zeit, eine Auswahl zu treffen. Das, was man zurücklässt, ist in der Regel verloren.  Ganz schlimm ist es, wenn man nur das retten kann, was man am Leib trägt. Man konnte nichts mehr packen, man hatte gar keine Entscheidungsmöglichkeit bekommen, sondern musste Hals über Kopf fliehen.
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