Nach innen gewandt

Bilderwelt 221 ABK Innen Innerlichkeit 1zu5.jpg
Wir kennen unterschiedliche Haltungen für das Gebet. Neben den gefalteten Händen können wir mit Händen und Armen, aber auch mit dem ganzen Körper verschiedene Aspekte des Betens ausdrücken. Emil Wachter stellt an einem der Betonstühle in der Autobahnkirche einen betenden Menschen dar. Dieser hat die Arme vor der Brust gekreuzt. Diese Gebetshaltung wird oft dann verwendet, wenn man das stille, innerliche Gebet darstellen will. Die gekreuzten Arme erzählen von Sammlung und Innerlichkeit. Sie sind ein Schutz vor dem Außen, ich möchte alles ausblenden, was mich von der Konzentration auf mein Innerstes, auf Gott ablenken kann. Wenn dabei die Handflächen auf der Brust zu liegen kommen, dann drückt das nicht Ablehnung von anderen aus, sondern ist eher ein Ausdruck des nach innen gewandten Blickes.
Wir finden diese Gebetshaltung seltener im Gottesdienst, oft aber im stillen Gebet, das Betende »in der kleinen Kammer« verrichten. Dabei lasse ich meinem Körper die Form finden, die ihm hilft, sich selbst besser wahrzunehmen. Die geschlossene Form, die bei dieser Gebetshaltung entsteht, ist eine Hilfe, um nach innen zu schauen. Aber nicht nur das. Ich gebe meinem Körper auch die Energie zurück, die ich im Kontakt zu einem Mitmenschen eher dorthin schicken würde, wenn ich jenem die Hand reiche. Ich muss auch niemanden an den Händen fassen, wenn wir nebeneinander stehen.
Bilderwelt 221 Lageplan.jpg
Jetzt bin ich nur mit mir in Kontakt. Ich reiche mir selbst die Hand und verbinde mich mit mir. Ich beziehe mich ganz auf mich selbst, denn ich bin der Ort, an dem ich Gott erfahre und an dem Gott lebt. Die gekreuzten Arme zeigen mir: »Wenn Du ganz bei dir selbst bist, dann ist Gott dir ganz nah.« Ob das dann auch wirklich so erfahren wird, steht auf einem ganz anderen Blatt, aber wir können diese Gotteserfahrung nicht vom Körper trennen. Wenn ich etwas außen im Körper vollziehe, dann wirkt sich das auch auf das Innen aus. So kann ich mich mit mir, meinem inneren Menschen, mit meiner Seele verbinden.
Ansprechpartner

Norbert Kasper

Pastoralreferent

Kalender
Bilderwelt der Autobahnkirche
 
  

Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
Facebook Like-Box
 Social-Media-Inhalte aktivieren
Schott Messbuch
Sonn- und Feiertagsgeläut
Meldungen der Erzdiözese
Aktuelles
Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Hier können Sie sich den Meldebogen für das  "Buch der Verkehrstoten" herunterladen und uns zusenden.