Hochmut kommt vor dem Fall

Isebel, die Frau von König Ahab, so wird es in den beiden Büchern der Könige im ersten Testament berichtet, war eine durch und durch böse Frau. Dieser Eindruck wird nicht zuletzt dadurch erzeugt, dass sie dem Baal und der Göttin Aschera anhing und damit den Kult des Volkes Israels verraten hat. Ihren Ehemann Ahab, den König, brachte sie dazu, dass er dem Gott des Bundes abschwor. Dies alles, weil sie aus einem anderen Land kam, einer anderen Religion und Kultur angehörte. Ihre Traditionen wollte sie auch in ihrem neuen Umfeld leben und praktizieren. Dabei hat sie aber alle Grenzen überschritten, die man überschreiten kann. Sie hat sich über bestehendes Recht hinweggesetzt, sie ließ Propheten töten, sie lag im dauernden Streit mit Elia, den sie verfolgen ließ. Elia selbst sparte nicht mit Angriffen auf sie und ließ ebenfalls die Priesterinnen und Priester von Baal und Aschera töten, die Isebel mitgebracht hatte. Das ist die gewalttätige Geschichte aus dem neunten Jahrhundert vor Christus. Es ist die Geschichte von Herrschenden, die ihre Überzeugung als Maß aller Dinge sahen. Elia prophezeite Isebel ein schreckliches Ende, das sie dann auch gefunden hat: »Als Jehu nach Jesreel kam und Isebel dies erfuhr, legte sie Schminke auf ihre Augen, schmückte ihr Haupt und schaute durch das Fenster hinab. Während dann Jehu an das Tor trat, rief sie ihm zu: Geht es Simri, dem Mörder seines Herrn, gut? Jehu schaute zum Fenster empor und fragte: Ist jemand da, der zu mir hält? Zwei oder drei Hofleute sahen zu ihm herab und er befahl ihnen: Werft sie herunter! Sie warfen sie herunter und Isebels Blut bespritzte die Wand und die Pferde, die sie zertraten.« (2 Könige 9,30-33) Ihre Leiche wurde von Hunden gefressen.
Isebel lebte in ihrer eigenen Welt. Als Königin, als wunderschöne Frau, als Machtpolitikerin und als Religionsführerin setzte sie ihre eigenen Interessen vor die des Volkes. Sie war eine Tyrannin und keine Königin, die für ihr Volk sorgt. Deshalb ereilt sie auch das Schicksal, das sie selbst ihren Widersachern bereitet hat. Ihr Hochmut, das Kreisen um sich selbst, wurde bestraft. Ihr Fall war im wahrsten Sinne des Wortes tief. Ihr Schicksal spiegelt sich im Lied der Maria wider, wenn sie singt: »Gott stürzt die Mächtigen vom Thron.«
 
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Norbert Kasper

Pastoralreferent

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Faszinierend

Die beiden Brüder Jakobus und Johannes stehen da, mit offenen Mündern und aufgerissenen Augen. Sie können ihren Sinnen gerade nicht trauen. Sie verstehen nicht, was sie soeben erleben. Sie sind zusammen mit Petrus und Jesus auf den Berg Tabor gestiegen, ein mühsamer und beschwerlicher Weg. Jesus wird vor ihren Augen in eine strahlende Gestalt verwandelt und trägt herrliche weiße Kleide. Neben ihm tauchen zwei Männer auf, von denen sie sofort wissen, dass es Mose und Elia sind. Jesus unterhält sich mit ihnen, bis eine Stimmer ertönt: »Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!« Plötzlich ist alles vorbei, Mose und Elia sind verschwunden, Jesus steht wieder ganz einfach vor ihnen, auch das herrliche Strahlen ist nicht mehr. Ihre erste Reaktion ist, für immer an dem Ort zu bleiben, das Erlebte festzuhalten und drei Hütten zu bauen, was sie dann natürlich nicht tun, denn sie machen sich wieder an den Abstiegt vom Berg Tabor.
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